Rekordfund von „Dschihadistendroge“ in Italien

In Italien sind 14 Tonnen Amphetamine mit einem Marktwert von mehr als einer Milliarde Euro beschlagnahmt worden. Damit sollte der islamistische Terrorismus finanziert werden.

84 Millionen Captagon-Pillen in Salerno gefunden (Bild: GUARDIA DI FINANZA/AFP)

84 Millionen Captagon-Pillen in Salerno gefunden (Bild: GUARDIA DI FINANZA/AFP)

Die Polizei in Neapel sagte, es handle sich um die größte Beschlagnahmung dieser Aufputschmittel weltweit.

Im Hafen von Salerno in Süditalien wurden 84 Millionen Pillen sichergestellt, die in Syrien produziert worden waren. Sie waren für den internationalen Markt bestimmt gewesen.

Es sei bekannt, dass der Islamische Staat seine terroristischen Aktivitäten vor allem über den Handel synthetischer Drogen finanziere, die größtenteils in Syrien hergestellt werden, erklärte die Polizei. Das Bürgerkriegsland Syrien ist in den letzten Jahren zum weltweit führenden Hersteller von Amphetaminen geworden.

Das nun beschlagnahmte Aufputschmittel heißt „Captagon“ und gilt als „Dschihadisten-Droge“. Auch die Täter des Anschlags auf die Pariser Bataclan-Konzerthalle sollen unter dem Einfluss der Droge gestanden haben.

dpa/est