Jane Goodall: Missachtung von Natur schuld an Corona-Pandemie

Die Corona-Pandemie ist nach Ansicht der berühmten Forscherin und Umweltaktivistin Jane Goodall durch einen respektlosen Umgang des Menschen mit Natur und Tieren ausgelöst worden.

Verhaltensforscherin Jane Goodall (Bild: Sven Hoppe/DPA/Belga)

Verhaltensforscherin Jane Goodall (Bild: Sven Hoppe/DPA/Belga)

Die 86-Jährige rief zu einem anderen, bewussteren Umgang mit der Umwelt auf, um künftige Katastrophen zu verhindern. „Wenn wir beispielsweise den Wald zerstören, werden die verschiedenen Tierarten, die ihn bewohnen, gezwungen, auf engerem Raum zu leben. Krankheiten werden von einem Tier auf das andere übertragen – und eines dieser Tiere, das gewaltsam in die Nähe des Menschen gebracht wird, wird diese wahrscheinlich infizieren“, erklärte die britische Forscherin, die insbesondere durch ihre Arbeit mit Schimpansen in Afrika berühmt wurde.

Auch eine exzessive Jagd auf Tiere, Wildtiermärkte in Afrika und Asien und Intensivlandwirtschaft, die auf Fleischkonsum ausgerichtet ist, förderten die Verbreitung von Viren. In Afrika sei es aber schwierig, den Fleischverkauf zu stoppen, da zahlreiche Menschen für ihren Lebensunterhalt darauf angewiesen seien.

Goodall betonte, dass jeder Mensch zu einem bewussteren Umgang mit Natur und Tieren beitragen könne. „Es bleibt zu hoffen, dass durch diese beispiellose Reaktion mit den weltweiten Abriegelungen mehr Menschen aufwachen und endlich darüber nachdenken, wie sie ihr Leben anders leben können“, sagte Goodall.

orf/km

Kommentar hinterlassen
16 Kommentare
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Hat die Dame auch Beweise oder zumindest Indizien für ihre Thesen ?

  2. Guido Scholzen

    Die deutsche Bundesumweltministerin Svenja Schulze sagte letzte Woche: „Gesundheitsschutz bedeutet auch Umweltschutz. Denn mehr Naturschutz bedeutet weniger Seuchen“

    Diese Behauptungen sind hanebüchener Unsinn, weil das Gegenteil eher der Fall ist: Ebola hat den Ursprung in der Wildnis, der Vogelgrippe-Virus H5N8 stammt höchstwahrscheinlich von freilebenden Zugvögeln aus Russland/Zentralasien, HIV hat als SIV den Ursprung bei Affen im zentralafrikanschen Dschungel, bei SARS-CoV-2 werden Wildtiere vermutet mit anderen Tieren als Zwischenwirt (Forschung März 2020), das Hanta-Virus wird von freilebenden Nagetieren übertragen. Das Bakterium der Pest wird von Rattenflöhen übertragen. Die Malaria wird von Stechmücken übertragen, auch das Zika-Virus, Gelbfieber und Dengue-Fieber. Die Natur ist voll mit Seuchen, denn das ist Natur.
    Wir brauchen Hygiene, funktionierende Gesundheitssysteme und andere Schutzmaßnahmen. Viren und Bakterien mutieren ÜBERALL, in der Natur oder im Krankenhaus oder im Hühnerstall.

    Die Corona-Krise ist noch nicht vorbei, da kommen schon die politischen Rattenfänger allerlei Couleur aus ihren Löchern gekrochen und wollen profitieren.

  3. Margret Hilgers

    Herr Scholzen und Herr Scholzen,

    es wäre vernünftig den Beitrag erst langsam zu lesen, bevor wieder kritisiert wird!
    Ich stelle mir die Frage ob es überhaupt ein einziges Thema gibt, bei dem sie nicht gleich unüberlegt lospoltern.

  4. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werte Frau Hilgers.

    Zunächst wünsche ich Ihnen frohe Ostern.

    Wenn Sie ein Problem mit meiner Meinung haben, so ist das Ihre Angelegenheit. Mich interessiert es nicht.

    Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das sollten Sie bedenken. Gerade jetzt, wo viele Freiheiten eingeschränkt sind wegen dem Coronavirus. Meine Meinung lasse ich mir nicht vorschreiben, weder von linksextremen Klimaaktivisten, Greta-Freunde oder sonstwem.

    Die Aussagen von Frau Goodall sind nicht belegt. Kann man nur als Vermutungen bzw Märchen und Mythen bezeichnen.

  5. Dagmar Fries

    Die Erde ist absolut überbevölkert und die Menschheit hat in den letzten 100 Jahren mehr zerstört als in den 1000 .Jahren davor. das ist Fakt.
    Die Erde braucht uns nicht aber wir die Erde.
    Und ich bin mir sicher das irgend was passiert was die Menschheit drastisch reduziert. Wir haben systematisch alles vernichtet und getötet was ging, aus Habgier. Das bekommen wir zurück.

  6. Alexander Hezel

    Es ist nicht nur diese Dame, die dies sagt, sondern auch die Vereinten Nationen… Alles nachzulesen auf der Website des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP).

  7. Guido Scholzen

    Frau Hilgers,
    Zuerst mal frohe Ostern,

    Meine Kritik bezieht sich nicht auf Aussagen von Jane Goodall in der Mitte des Berichtes, sondern auf die Überschrift „Missachtung von Natur schuld an Corona-Pandemie“. Ich hätte dies besser dazu schreiben sollen. Diese Behauptung ist reell gesehen nicht akzeptabel. Diese Aussage suggeriert, dass unökologische Handelsweisen die Corona-Krise (mit)verursachte oder gar verschlimmerte. Dies ist nachweislich falsch.

    Wie geschrieben hat die deutsche Umweltministerin schon am 2.April sowas ähnliches von sich gegeben. Da hier beim BRF es nicht erlaubt ist, Links abzugeben, tippen Sie bei google ein „Die Lehren aus Corona Mehr Naturschutz weniger Seuchen“. Dann kommen Sie zum Original-Text der ARD-Tagesschau.

    Aber bei unseren pro-öko-gesinnten Medien geht jeder grüne Stuss durch, das ist erlaubt, weil gewollt.

  8. Benoni Beheyt

    Regenwälder werden weiterhin Illegal abgeholzt,die Tierwelt findet immer weniger raum und Nahrung ,die Folge der gezwungenen Einschränkungen ist ein vermehrtes aufkommen (Ansiedlung) der Wildtiere in den von Menschen bewohnten Dörfer und Städten.

    Das Übertragen von Viren bei Wildtieren auf domestizierte Tiere ist bekannt.
    Das Cofid-19 Virus allerdings ist nach meiner Meinung,das NICHT beachten von Hygiene.
    Beispiel : 2006 in einem Dorf an der Westküste FR. , ein geparkter Kühl Anhänger wo ein grosses Stuck Fleisch in einer Blutlache lag,bei 30 Grad im Schatten, 10 min. gewartet,Foto gemacht.
    2008 Bali : Gesehen, wie ein Schwein am Strassen rand durch 5 Man zerlegt wurde.
    2010 Thailand : Im armen viertel hingen Große Fleischstücke an der Wand wo maßen an Fliegen drauf waren.
    Somalia : werden in kadaver getränkte Pfeile zum Jagen verwendet.

    Meine Theorie ist,das Touristen die Übertragung des Virus über solche Nahrungsmittel verbreitet haben.

  9. Karola Schreiber

    Die Aussagen sind nur Vermutungen, eigentlich nicht mal das. Die Ausbreitung des Virus und die damit einhergehende Pandemie hat mit der Jagd und dem Fleischkonsum rein gar nichts gemein. Das Virus ist durch die in der heutigen Zeit „extensive“ Reisetätigkeit der Menschen auf dem gesamten Globus verbreitet worden. Dies hätte auch jeder andere Virus oder Krankheit in der Vergangenheit geschafft, hätte es damals schon Flugzeuge gegeben. Man kann davon ausgehen das die gute Frau es nochmal in die Medien schaffen wollte

  10. Marcel Scholzen eimerscheid

    Man weiß noch nicht alles über das Coronavirus. Und da sollte man vorsichtig sein mit Vermutungen. Aberglaube und dergleichen haben nichts zu suchen in unserer Gesellschaft. Die Menschen sind aufgerufen, nicht jeden Blödsinn zu glauben, was so in den sozialen Medien erzählt wird. Solche Krisensituationen werden gerne von Scharlatanen genutzt, um Profit zu machen.

  11. Norbert Schleck

    Zustimmung, Frau Schreiber, mit dem Zusatz, dass es auch früher schon Epidemien gegeben hat, so etwa die Pest und die Pocken, die sich von Asien aus über Europa – bis in die Neue Welt – verbreitet und fürchterlich gewütet haben, ganz ohne Flugzeuge und andere moderne Verkehrsmittel.
    Auch damals gab es schon Globalisierung, nur nicht so schnelle und weltumfassende wie heute.
    Die heutige Mobilität lässt sich nicht mehr zurückschrauben. Das Zeitalter der Postkutschen und der Hansekoggen ist definitiv passé. Also werden wir lernen müssen, mit sich rasend schnell ausbreitenden Pandemien leben zu müssen.
    Corona wird nicht die letzte sein.

  12. Herman Huybrechts

    Eine kluge Äußerung, Frau Schreiber. Brauchen wir zwangsläufig bis dreimal (!) jährlich Urlaub zu machen, am liebsten so fern wie möglich? Übrigens, dass zu einer Verbreitung von Seuchen nicht unbedingt Flugzeuge beitragen, bewiesen schon die Spanier 500 Jahre her, als sie u.A. durch eingeschleppten Krankheiten die Bevölkerung Südamerikas erheblich verringerten.

  13. Michaelis Edgar

    Die Frau Schreiber irrt sich, da sie nicht weit genug geht mit ihrem Denkansatz. Es hat sehr wohl mit dem Menschlichen-Jagdtrieb zu tun… die von ihr erwähnte ‚„extensive“ Reisetätigkeit‘ ist nur ein Symptom dessen was abläuft. Was früher unter „Jäger und Sammler“ lief manifestiert sich heute als „Karriere/Status und Shopping“… Es ist der Jagdtrieb des Menschen auf immer besser, grösser, mehr und mehr, angetrieben von der Uneinigkeit verbreitenden „liberalisierung des Marktes“, die den Menschen (auf Grund seiner Anzahl) zur Nummer macht um ihn ausbeuten zu können… Kein anderes Tier macht so etwas mit seiner eigenen Art und Umwelt… Frau Goodall hat das schon richtig erkannt, als Tierforschering ! … Die Natur zeigt uns den bösen Finger, denn vieles läuft schief in unserem System auf diesem Planeten !

  14. Ramona Constabel

    Herr Huybrechts,
    Ihr Text könnte glatt von mir sein.
    Daumen hoch…

  15. Marcel Scholzen eimerscheid

    Alle wollen zurück zur Natur,
    nur nicht zu Fuß.
    😁😁

  16. Jean-Pierre Wetzels

    Hallo zusammen,
    dass die Seuche so ausgebrochen ist, wie Frau Goodall es erklärt, glaube ich gerne.
    Gleichzeitig stimmt es, dass es auch zu Zeiten der weniger intensiven Bebauung schlimme Pandemien gegeben hat, die ich nicht alle nochmal aufzählen werde.
    In meinen Augen ist es deswegen das wichtigste, in ein gutes Gesundheitssystem zu investieren.
    So können wir im Ernstfall gut reagieren.
    Auch zahlreiche andere Lehren kann man aus der Krise ziehen. Berufe, die zurzeit essentiell sind, werden zu oft missachtet. Das muss sich ändern. Wir können nicht nach der Krise einfach alles vergessen.
    Liebe Grüße
    Jean-Pierre

Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150