Männer und Frauen wollen NASA-Astronauten werden

Endlose Weiten, Millionen Sterne und vor allem kein Corona-Virus: Die Rede ist vom Weltall – denn da möchten gerade viele US-Amerikaner hin.

Astronautin (Bild: AFP/NASA)

Astronautin (Bild: AFP/NASA)

Mehr als 12.000 Menschen haben sich nach einer Ausschreibung bei der US-Raumfahrtbehörde NASA als Astronauten beworben. Die Bewerbungen stammten aus allen 50 Bundesstaaten der USA, das teilte die NASA am Mittwoch mit. Die Bewerber werden jetzt geprüft und im Sommer 2021 sollen die Namen der Ausgewählten bekannt gegeben werden.

Um sich bei der NASA zu bewerben, muss man US-Staatsbürger sein, einen Master-Abschluss in einem naturwissenschaftlichen Studienfach haben und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung oder mindestens 1.000 Stunden Flugtraining vorweisen können. Vor der Aufnahme müssen die Kandidaten auch einen Fitnesstest bestehen – bevor sie dann möglicherweise zu Mond oder Mars aufbrechen könnten.

2017 hatte sich bereits eine Rekordzahl von 18.000 Menschen beworben. Am Ende sind elf Männer und Frauen ausgesucht worden. Im Januar haben sie ihre Ausbildung abgeschlossen. Momentan stehen der NASA insgesamt knapp 50 aktive Astronauten zur Verfügung.

Auch diesmal wird es so sein, dass nur wenige die Möglichkeit bekommen ins All oder zu einem Himmelskörper zu fliegen. Eine Mondmission soll es im Jahr 2024 geben.

So Corona-frei wie die Internationale Raumstation ISS ist derzeit wohl kaum ein anderer Arbeitsplatz. Aber trotzdem sind einige Raumfahrt-Pläne von der Krise auf der Erde betroffen. Wegen der Pandemie gibt es aktuell keine Starts vom Weltraumbahnhof in Kourou im südamerikanischen Französisch-Guayana. Auch die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos zog von dort den Großteil seiner Mitarbeiter ab. Aber es gibt auch Behörden die weiter arbeiten, wie der russische Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.

Die ISS und alle aktuellen Missionen im Weltraum können aber weiter koordiniert werden. Doch wo die Arbeit vor Ort nicht sicher möglich ist, da muss die Arbeit vorübergehend eingestellt werden. Das betrifft zum Beispiel das Space Launch System und Orion, die Rakete und die Raumkapsel, mit der die NASA innerhalb der kommenden fünf Jahre Astronauten zum Mond bringen wollte.

belga/dpa/lo/rasch

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