INF-Abrüstungsvertrag: EU fordert von Moskau Einhaltung

Nach der Nato hat jetzt auch die Europäische Union Russland aufgefordert, das Ende des atomaren Abrüstungsvertrags INF doch noch abzuwenden.

Federica Mogherini

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini (Bild: John Thys/AFP)

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini äußerte sich im Namen der Union tief besorgt und warnte vor einem neuen Wettrüsten. Stattdessen sollten Russland und die USA, die Staaten mit den größten Atom-Arsenalen, weiter abrüsten, erklärte Mogherini.

Der INF-Vertrag von 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion verbietet landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5.500 Kilometern.

Die USA hatten den Vertrag Anfang Februar gekündigt, weil sie im neuen russischen Mittelstreckensystem einen Verstoß sehen. Russland bestreitet den Verstoß und behauptet, die Reichweite des Raketensystems liege unter 500 Kilometern. Moskau hatte den Vertrag Anfang Juli seinerseits offiziell ausgesetzt.

dpa/rkr/mh

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