Brexit: May lehnt Vorschlag der Opposition ab

Im Brexit-Streit hat die britische Premierministerin Theresa May die Forderung von Labour-Chef Jeremy Corbyn nach einer Zollunion mit der EU abgelehnt.

Theresa May

Bild: AFP Photo/PRU

In einem Brief an Corbyn schreibt die Premierministerin, ihr sei nicht klar, warum er eine solche Form der Handelsbeziehungen vorziehen würde.

Bei einer Zollunion könnte eine offene Grenze zwischen dem zum Vereinigten Königreich gehörenden Nordirland und dem EU-Mitglied Irland nach dem Brexit beibehalten werden.

May zeigte sich jedoch offen für weitere Gespräche mit der Opposition: Sie sei sich einig mit Labour-Chef Corbyn, dass es weder Neuwahlen noch ein zweites Referendum geben werde.

May zieht Regierungserklärung vor

Die britische Premierministerin Theresa May wird am Dienstag eine Erklärung im Parlament über den Stand der Brexit-Verhandlungen abgeben. Dies solle dem Parlament mehr Zeit geben, „den Inhalt zu verdauen“, berichtet die britische Nachrichtenagentur. Für Donnerstag ist nach wie vor im Unterhaus eine Abstimmungsrunde über die weiteren Schritte im Brexit-Prozess vorgesehen.

In Brüssel kommen am Montag wieder die Chefunterhändler der EU und Großbritanniens zusammen – erstmals seit Abschluss der Brexit-Verhandlungen.EU-Verhandlungsführer Michel Barnier trifft am Abend den britischen Brexit-Minister Stephen Barclay in Brüssel. Das britische Unterhaus hatte Mitte Januar den Austrittsvertrag klar abgelehnt und Nachbesserungen gefordert. Das lehnt die EU ab. Sie ist nur zu Klarstellungen in der Erklärungen zu den künftigen Beziehungen bereit.

Das Datum für den Brexit ist bislang der 29. März.

dpa/jp/rkr

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