Erdogan droht US-Truppen in Nordsyrien mit „osmanischer Ohrfeige“

Vor dem Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson in der Türkei verschärfen sich die Spannungen zwischen Ankara und Washington.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan am 13.2.2018 in Ankara

Bild: Adem Altan/AFP

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan warnte die US-Truppen in Nordsyrien davor, einem möglichen türkischen Angriff auf die Kurdenmiliz YPG in der Stadt Manbidsch im Wege zu stehen.

Natürlich werde man nicht absichtlich auf dort stationierte US-Soldaten zielen, sagte Erdogan vor der Fraktion seiner Partei AKP in Ankara. Es wäre aber besser, wenn sie sich nicht neben den Terroristen aufhielten. Erdogan drohte den amerikanischen Soldaten für diesen Fall mit einer „osmanischen Ohrfeige“.

Rex Tillerson wird am Donnerstag in Ankara erwartet.

Die türkische Armee hatte am 20. Januar eine Offensive gegen die YPG in der nordsyrischen Region Afrin begonnen. Erdogan hat mehrfach damit gedroht, danach die YPG in Manbidsch anzugreifen. 2016 hatte eine von der YPG geführte und von den USA unterstützte Koalition Manbidsch von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) befreit.

Recep Tayyip Erdogan kritisiert, dass die USA die YPG unterstützen und im Kampf gegen den IS eng mit der Kurdenmiliz zusammenarbeiten. Die Türkei stuft die YPG als Terrororganisation ein. Die Kurdenmiliz unterhält enge Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, die auch in den USA auf der Liste der Terrororganisationen steht.

dpa/est

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