EU reagiert kühl auf US-Forderung zur Korrektur des Iran-Abkommens

Trotz der Forderung von US-Präsident Donald Trump nach Korrekturen hält die Europäische Union am Atomabkommen mit dem Iran fest.

US-Präsident Donald Trump am 12.1.2018 vor dem Flug nach Mar-a-Lago (Bild: Nicholas Kamm/AFP)

US-Präsident Donald Trump am 12.1.2018 vor dem Flug nach Mar-a-Lago (Bild: Nicholas Kamm/AFP)

Eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini sagte in Brüssel, die EU bekenne sich zur weiteren vollständigen und effektiven Umsetzung. Trumps Erklärung nehme man zur Kenntnis.
Man werde nun zunächst mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie mit den übrigen EU-Staaten beraten und Trumps Erklärung und deren Auswirkungen prüfen.

US-Präsident Donald Trump hält vorerst an dem Atomdeal mit dem Iran fest, will aber den Druck auf die Regierung in Teheran verschärfen. Trump forderte die Partner in Europa auf, innerhalb von 120 Tagen neue, schärfere Regelungen im Umgang mit dem Iran zu formulieren. Sollte das nicht gelingen, werde er die Atom-Sanktionen gegen den Iran wieder einführen. Dies käme einem einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen gleich.

Der Iran hat die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach Änderungen am Atomabkommen abermals entschieden zurückgewiesen. Das Außenministerium in Teheran ließ verlauten, das Atomabkommen sei ein international anerkannter und abgeschlossener Pakt und sei nicht neu verhandelbar. Daher werde Teheran weder Änderungen noch neue Verpflichtungen akzeptieren.

Auch Russland hat den Druck von US-Präsident Donald Trump auf das Atomabkommen mit dem Iran scharf kritisiert.

dpa/est

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150