Ringerverein „Saitiev Eupen“ geht an den Start

In Eupen gibt es einen neuen Sportclub: den "Ringerverein Saitiev Eupen". "Ringen, aber auch Sport im Allgemeinen, ist der beste Weg zur Integration", sagt Gründer Issa Gamboulatov im Gespräch mit der BRF-Sportredaktion.

Issa Gamboulatov vom Ringerverein Saitiev Eupen bei Christophe Ramjoie

Die Zeit, in der in Eupen auf Vereinsebene gerungen wurde, ist lange her. Nun ist es aber wieder so weit, denn vor wenigen Wochen hat der Ringerverein Saitiev Eupen das Licht der Welt erblickt.

Dahinter steckt Issa Gamboulatov. „Ich bin seit insgesamt 30 Jahren im Ringen tätig. Ich habe selbst früher gerungen, jetzt bin ich Kampfrichter und war unter anderem Vizepräsident von Sparta Kelmis.“

„Das Potenzial in Eupen ist groß. Vor allem Jugendliche interessieren sich für diese Sportart“, erklärt Gamboulatov, der in Tschetschenien geboren wurde. Dort ist Ringen eine Art Nationalsport.

Prominenter Namensgeber des neuen Clubs ist Buvaisar Saitiev, mehrfacher Olympiasieger, Weltmeister und Europameister. „Er ist der beste Ringer aller Zeiten. Ich komme aus demselben Dorf, wir kennen uns gut. So ist die Idee entstanden, ein Turnier unter seinem Namen zu organisieren, um Ringen in Ostbelgien und Belgien populärer zu machen.“

Drei Mal wurde das Turnier bereits ausgerichtet, nächstes Jahr steht die vierte Auflage an. Zwei Mal war Buvaisar Saitiev bereits in Belgien und war nun auch bereit, Namensgeber des neuen Clubs zu werden.

44 Ringer aus elf Nationen sind dem Verein angeschlossen. „In Eupen wohnen Menschen aus 100 Nationen. Unser Ziel ist, so viele Jugendliche wie möglich für den Verein zu gewinnen. Ringen, aber auch Sport im Allgemeinen, ist der beste Weg zur Integration. Wie die Jugendlichen zusammenhalten, im Inland und im Ausland, das ist sehr wichtig.“

cr/km - Bild: BRF