Die 40-jährige Lenie Onzia kennt den belgischen Frauenfußball bestens. Als Spielerin war sie unter anderem für OH Löwen, Arsenal, Twente Enschede, VVV-Venlo, Lierse, Anderlecht und Gent aktiv. Auch als belgische Nationalspielerin sammelte sie reichlich internationale Erfahrung.
Bereits während ihrer aktiven Karriere sammelte Onzia erste Erfahrungen als Trainerin an einer Elitesportschule. Nach ihrem Rücktritt aus der Nationalmannschaft im Jahr 2022 wechselte sie in den Trainerstab der Red Flames und gehörte bei der Europameisterschaft 2022 zum Betreuerteam.
Anschließend arbeitete sie als Assistenztrainerin der belgischen U23-Frauen und später als Cheftrainerin der U17-Nationalmannschaft. Seit 2024 war Onzia erneut als Assistenztrainerin der Red Flames tätig. Im September 2026 erwarb sie zudem die UEFA-Pro-Lizenz, die höchste europäische Trainerqualifikation.
"Lenie kennt unsere Strukturen in- und auswendig. Sie hat selbst das Trikot der Red Flames getragen, Erfahrungen als Trainerin unserer Nachwuchsnationalmannschaften gesammelt und gehört seit 2024 zum Trainerstab der A-Nationalmannschaft", erklärte Simon Mignolet. Der Verband sei überzeugt, mit Onzia die richtige Besetzung für die neue Struktur gefunden zu haben.
Auch die neue Nationaltrainerin blickt ihrer Aufgabe mit Vorfreude entgegen: "Es ist eine Ehre, diese Herausforderung anzunehmen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dieser Mannschaft weiterzuarbeiten und dabei hohe Ziele zu verfolgen".
Unterstützung erhält Onzia von zwei erfahrenen Fachleuten. Kevin Bogemans, bisher unter anderem Assistenztrainer der belgischen U19-Frauen und Cheftrainer der U23, übernimmt die Rolle des Assistenztrainers. Als technische Beraterin stößt die ehemalige österreichische Nationaltrainerin Irene Fuhrmann zum Team. Fuhrmann führte Österreich bei der Frauen-Europameisterschaft 2022 bis ins Viertelfinale.
Christophe Ramjoie