Die KTSV Eupen erwischte gegen den amtierenden Meister der Super Handball League, Bevo HC aus den Niederlanden, einen guten Start und setzte sich in der Anfangsphase mit bis zu vier Toren ab. Daran hatte auch KTSV-Keeper Youri Denert großen Anteil, der gleich sechs Chancen der Niederländer vereitelte. Die Gäste aus Bevo fanden jedoch zunehmend besser ins Spiel und konnten den Rückstand verkürzen. Eupen behielt dennoch zunächst die Kontrolle über das Spielgeschehen.
Rund zehn Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit betrug der Vorsprung der Eupener nur noch einen Treffer. Die Gastgeber fanden jedoch die passende Antwort und konnten sich erneut absetzen.
Rund 90 Sekunden vor dem Gang in die Kabinen verkürzten die Niederländer auf drei Tore (15:12). Kurz darauf musste Eupen in Unterzahl weiterspielen, nachdem Aaren eine Zeitstrafe kassiert hatte.
In der Schlussphase des ersten Durchgangs wurde es zunehmend hektisch. Zunächst kassierten die Gäste eine Zeitstrafe, ehe auf Eupener Seite auch Masset für zwei Minuten vom Feld musste. Zudem sah Kjell Dekker die Rote Karte. Den anschließenden Siebenmeter verwandelte Bevo zum 15:13-Pausenstand aus Eupener Sicht.
Trotz der turbulenten Schlussminuten konnte die KTSV mit ihrer Offensivleistung zufrieden sein. Die Eupener überzeugten im ersten Durchgang mit einer starken Wurfausbeute von knapp 80 Prozent.
Bevo dreht die Partie nach der Pause
Die zweite Halbzeit begann für die KTSV in dreifacher Unterzahl. Eupen stand zunächst mit nur drei Feldspielern auf dem Parkett, konnte sich aber erneut auf Torhüter Youri Denert verlassen, der eine weitere Chance der Niederländer vereitelte. Als die Gastgeber wieder einen Feldspieler mehr auf dem Platz hatten, gelang ihnen der Treffer zum 16:13.
Doch Bevo ließ sich nicht abschütteln. Die Niederländer verkürzten den Rückstand kontinuierlich und waren Eupen in der 37. Minute beim Stand von 18:17 wieder dicht auf den Fersen. Wenig später gelang den Gästen der Ausgleich zum 18:18.
In der Folge schlichen sich bei den Eupenern zunehmend Fehler im Spielaufbau ein. Diese nutzte der amtierende Meister konsequent aus und ging in der 43. Minute beim Stand von 20:21 erstmals an diesem Abend in Führung.
Bevo blieb am Drücker und baute seinen Vorsprung bis zur 47. Minute auf drei Treffer aus. Erneut waren es einfache Fehler der Gastgeber, die den Niederländern in die Karten spielten. Doch die KTSV bewies Moral und kämpfte sich innerhalb kürzester Zeit wieder auf 23:24 heran.
In der anschließenden Phase übernahm Nicolai Ziedorn Verantwortung. Der Deutsche traf zunächst von der Siebenmeterlinie und erzielte anschließend auch den Treffer zum 25:25-Ausgleich. Rund zehn Minuten vor dem Ende war die Begegnung damit wieder völlig offen. Wenig später sorgte Ziedorn mit einem weiteren verwandelten Siebenmeter für das 26:26.
In der 55. Minute gelang es den Eupenern schließlich, erneut in Führung zu gehen. Doch auch diesmal hatte diese nicht lange Bestand. Die Führung wechselte nochmals, ehe sich Bevo in der entscheidenden Schlussphase wieder absetzen konnte. 75 Sekunden vor dem Ende lagen die Niederländer mit zwei Treffern vorne.
Die KTSV bekam zwar noch die Chance, den Rückstand zu verkürzen, doch Ziedorn scheiterte 35 Sekunden vor der Schlusssirene von der Siebenmeterlinie. Damit war die letzte Gelegenheit auf eine Aufholjagd dahin.
Am Ende musste sich die KTSV Eupen dem amtierenden Meister trotz einer über weite Strecken engagierten Leistung knapp mit 28:30 geschlagen geben. Ausschlaggebend waren vor allem die Fehler im Spielaufbau während der zweiten Halbzeit, die Bevo konsequent bestrafte.
Christophe Ramjoie