Paul Seixas hat sich zum jüngsten Sieger der Lombardei-Rundfahrt gekrönt. Remco Evenepoel wurde Vierter.
Seixas holte sich bei der 120. Auflage des Herbstklassikers nach 239 Kilometern den Sieg im Alleingang. Auf den Plätzen zwei und drei erreichten Vuelta-Sieger Enric Mas aus Spanien und der Italiener Giulio Ciccone das Ziel in Como.
Topfavorit Remco Evenepoel musste am vorletzten Anstieg abreißen lassen und belegte am Ende Platz vier.
Die Entscheidung des Rennens fiel 18 Kilometer vor dem Ziel, als Seixas am steilen Civiglio die gesamte Konkurrenz abschüttelte und sich nicht mehr einholen ließ.
Im Alter von 20 Jahren und 16 Tagen übertraf Seixas den Italiener Giovanni Gerbi, der bei seinem Sieg im Jahre 1905 20 Jahre und 161 Tage alt war. Ohnehin gab es nur drei Fahrer, die bei ihrem Sieg eines der fünf Radsport-Monumente noch jünger waren.
Für Seixas ist es der achte Saisonsieg. Zuvor hatte er die Flèche Wallonne und die Baskenland-Rundfahrt gewonnen. Außerdem belegte er bei der WM den dritten Platz im Zeitfahren.
Bevor das Peloton in Bergamo losrollte, gab es vonseiten der Fahrer einen Protest wegen erneuter Sicherheitsvorfälle in jüngster Vergangenheit. Evenepoel trat dabei als Sprecher des Fahrerfelds auf.
rtbf/dpa/sp