Ein Wiedersehen mit alten Bekannten gab es für die KTSV Eupen im Duell mit Sprimont. Mit Paule Portier, Elisabeth Pohen, Katerina Matzaris und Céline Clermont standen gleich vier ehemalige Eupener Spielerinnen im Aufgebot der Gäste. Die KTSV musste dagegen auf die verletzte Nationalspielerin Eva Xhonneux verzichten.
Nach einem ausgeglichenen Beginn verloren die Eupenerinnen zunehmend den Faden. Vor allem im Spielaufbau schlichen sich zu viele Fehler ein. Leichte Ballverluste wurden von Sprimont konsequent bestraft. Nach zwölf Minuten lagen die Gäste mit 9:5 vorne. KTSV-Trainer Marco Demonthy reagierte mit einer Auszeit.
Doch auch danach blieb die Chancenverwertung ein Problem. Hinzu kam mit Paule Portier eine ehemalige Eupenerin, die im Tor der Gäste mehrfach glänzend parierte und ihren Kasten regelrecht verriegelte. Erst in der 18. Minute beendete Bearzatto mit dem Treffer zum 6:10 die Eupener Durststrecke.
In der Folge fand die KTSV wieder besser ins Spiel und konnte die Begegnung ausgeglichener gestalten. Die Möglichkeiten, den Rückstand weiter zu verkürzen, waren durchaus vorhanden. Doch zu oft fehlte im Abschluss die letzte Konsequenz – oder Sprimonts Schlussfrau Portier war zur Stelle. So gingen die Gäste mit einer verdienten 15:11-Führung in die Halbzeitpause.
Auch der Start in die zweite Halbzeit verlief für die KTSV Eupen alles andere als nach Wunsch. Sprimont baute seinen Vorsprung zunächst auf sechs Tore aus, ehe die Gastgeberinnen wieder besser ins Spiel fanden. Jodie Nüchtern verkürzte in der 36. Minute auf 14:17 und ließ noch einmal Hoffnung aufkommen.
Doch die Eupener Aufholjagd war nur von kurzer Dauer. Erneut schlichen sich zu viele Fehler ins Spiel der KTSV ein. Sprimont nutzte diese konsequent und zog auf 21:14 davon. Trainer Marco Demonthy griff erneut zur grünen Karte, um seine Mannschaft wachzurütteln.
Doch die Gäste ließen sich nicht aus dem Konzept bringen. Im Gegenteil: Sprimont erhöhte auf 25:16 und schien die Partie frühzeitig entschieden zu haben.
Eine Überzahlsituation brachte Eupen noch einmal etwas näher heran. Eine Viertelstunde vor Schluss war der Rückstand auf fünf Treffer geschrumpft. Doch immer dann, wenn die KTSV etwas Schwung aufnahm, verhinderten Ballverluste und Fehler im Abschluss eine weitere Aufholjagd.
Spätestens beim 30:21 für Sprimont, acht Minuten vor dem Ende, waren die letzten Zweifel am Ausgang der Begegnung beseitigt. Am Ende wurde es ein 27:33. Für die KTSV Eupen war es die zweite Niederlage unter Trainer Marco Demonthy. Eine Niederlage, die besonders schmerzen dürfte.
Radio-Interviews mit Chantal Dormann und Elisabeth Pohen im Player:
Christophe Ramjoie



