Lange wurde geplant, gehofft und an der Umsetzung gearbeitet. Nun ist es endlich so weit: Auf zwei nagelneuen Padelplätzen können sich Sportbegeisterte beim CTC Kelmis austoben. Die neue Halle ist ein Vorzeigeprojekt für den Verein und zugleich eine Premiere in der Deutschsprachigen Gemeinschaft.
Nach einigen Schwierigkeiten auf dem Weg zur Fertigstellung überwiegt bei den Verantwortlichen nun die Freude. "Das freut uns natürlich alle sehr. Ich glaube, der ganze Verein und auch die Umgebung profitieren davon", erklärt CTC-Präsident Michael Müller. Besonders wichtig ist ihm, dass die neue Sportstätte nicht ausschließlich den Vereinsmitgliedern vorbehalten bleibt. "Für mich ist es auch wichtig, dass Jugendliche aus dem Park kommen und die Möglichkeit bekommen, Padel zu spielen."
Die Sportart soll Menschen unterschiedlicher Generationen zusammenbringen. Ob jung oder alt - der Zugang zum Padelsport soll möglichst unkompliziert sein. "Das ist für uns ein großer Stolz, dass wir das auf die Beine gebracht haben."
Eine Besonderheit der neuen Anlage ist ihre weitgehend autonome Nutzung. Ein Hallenwart wird nicht benötigt. Die Reservierung erfolgt digital über die App "Sportfinder". Dort können Spieler eine Einheit von einer Stunde oder anderthalb Stunden buchen. Auch Tennisplätze lassen sich über das System reservieren. "24 Stunden vorher bekommt man einen QR-Code. Den scannt man an der Eingangstür, die sich daraufhin öffnet. Anschließend geht auch das Licht auf den Plätzen an." Damit können die Spieler die Halle selbstständig betreten und nutzen, ohne dass ständig Personal vor Ort sein muss.
Eine weitere Besonderheit ist die Bauweise. Die neue Padelhalle ist als sogenannte Hybridhalle konzipiert. Das bedeutet, dass Teile der Außenwände geöffnet werden können. So lässt sich die Anlage bei entsprechender Witterung in eine luftige, nahezu offene Sportstätte verwandeln. "Wir können zwei Drittel der Halle komplett hochfahren. Das sind vier Meter, die geöffnet werden können. So haben wir immer eine gute Luftzirkulation."
Gerade an heißen Sommertagen soll sich diese Lösung auszahlen. "Wenn es draußen 35 Grad sind und die Halle komplett geschlossen ist, wird es natürlich ziemlich heiß. Dann möchte irgendwann keiner mehr spielen." Dank der flexiblen Konstruktion soll Padel in Kelmis auch bei hohen Temperaturen angenehm möglich sein.
Dass sich die Investition für den Verein lohnen könnte, zeigen bereits die ersten Zahlen. Obwohl die offizielle Einweihung noch bevorsteht, ist die Halle seit einigen Wochen in Betrieb. Die Resonanz fällt bislang ausgesprochen positiv aus und hat die Erwartungen der Verantwortlichen sogar übertroffen. "Wir haben jetzt den kompletten September abgeschlossen und sind sehr froh. Wir haben bereits über 15 Abonnements verkauft und im September mehr als 100 Buchungen verzeichnet. Das war für uns schon super."

Für den CTC Kelmis ist das ein vielversprechender Start. Mit der neuen Halle erweitert der Verein nicht nur sein sportliches Angebot, sondern schafft auch zusätzliche Möglichkeiten für den Breiten- und Freizeitsport in der Region.
Am 18. Oktober wird die erste Padel-Hybridhalle der Deutschsprachigen Gemeinschaft offiziell eröffnet.
Christophe Ramjoie


