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Olise schockt Rote Teufel spät: 0:1-Niederlage gegen Frankreich in der Nations League

28.09.202622:43
  • Frankreich
  • Nations League
  • Rote Teufel
Bild: Bruno Fahy/Belga

Lange hielten die Roten Teufel gegen spielbestimmende Franzosen die Null und durften sogar auf einen Punktgewinn hoffen. Doch kurz vor Schluss schlug die Équipe Tricolore eiskalt zu: Der eingewechselte Michael Olise erzielte in der 88. Minute den entscheidenden Treffer zum 1:0.

Mit zwei Änderungen in der Startelf gingen die Roten Teufel in die Partie gegen Frankreich. Nationaltrainer Mark van Bommel setzte auf der linken Abwehrseite auf Joaquin Seys anstelle von Maxim De Cuyper. Im Mittelfeld feierte Romeo Lavia bei seinem erst dritten Länderspiel sein Startelfdebüt und ersetzte Nicolas Raskin. In der Offensive vertraute Belgien erneut dem Trio Mika Godts, Charles De Ketelaere und Diego Moreira.

Auch Frankreichs Nationaltrainer Zinédine Zidane stellte seine Mannschaft kräftig um. Neben dem verletzten Kylian Mbappé standen auch Ousmane Dembélé und Michael Olise nicht in der Anfangsformation. Fünf weitere Wechsel gab es im Vergleich zum Auftaktsieg gegen die Türkei. Im Angriff setzte Frankreich auf Désiré Doué, Bradley Barcola und Estéban Lepaul.

Die Partie im ausverkauften König-Baudouin-Stadion wurde mit etwas Verspätung angepfiffen, da es ein Problem mit den Stutzen gegeben hatte. Die Roten Teufel setzten die veredelte B-Elf der Franzosen zunächst früh unter Druck, ehe die Gäste den Ball zunehmend ansehnlich durch die eigenen Reihen laufen ließen. Lepauls Abschluss in der fünften Minute ging über das belgische Tor. Deutlich gefährlicher wurde es in der zwölften Minute: Doué setzte sich gleich gegen mehrere Belgier durch und ließ anschließend mit seinem Abschluss das Gebälk erzittern – die bis dahin beste Chance der Partie.

Nach einer Viertelstunde kamen die Roten Teufel erstmals gefährlich über einen Konter nach vorne. De Bruynes Abschluss wurde jedoch geblockt. Im direkten Gegenzug tauchte Lepaul aus kurzer Distanz vor dem belgischen Tor auf, stellte Lammens aber vor keine größeren Probleme.

Nur zwei Minuten später schickte Moreira De Bruyne über die rechte Seite bis an die Grundlinie. Dessen Hereingabe in den Strafraum verpasste De Ketelaere nur knapp. Es blieb eine Partie mit hohem Unterhaltungswert. Barcola drang nach einer starken Einzelaktion gefährlich in den belgischen Strafraum ein, doch Ngoy konnte mit vollem Körpereinsatz klären.

Sechs Minuten später war Ngoy erneut entscheidend zur Stelle und klärte auf der Linie. Nach etwas mehr als einer halben Stunde versuchte sich der Verteidiger dann als Vorbereiter, doch seine Hereingabe fand keinen Mitspieler.

Einen Schreckmoment gab es in der 33. Minute, als De Bruyne in vollem Lauf den Ball von Lacroix ins Gesicht bekam. Nach einer kurzen Behandlung konnte De Bruyne die Partie fortsetzen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten noch einige gefällige Aktionen, ein Treffer wollte jedoch nicht fallen. So ging es nach einer unterhaltsamen ersten Hälfte torlos in die Kabinen.

Bild: Bruno Fahy/Belga

Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts hatten die Franzosen Feldvorteile. Vor allem der starke Doué sorgte immer wieder für Gefahr. Sein Abschluss in der 51. Minute verfehlte das belgische Tor nur knapp. Zwei Minuten später hatte Belgien Glück, als Da Cunha aus der Distanz abzog und den Ball an den rechten Pfosten setzte. Die Chancen der Franzosen häuften sich zunehmend.

Die Roten Teufel hatten deutlich Mühe mit den Gästen und kamen erst in der 63. Minute durch Moreira wieder zu einem Abschluss. Sein Schuss ging allerdings deutlich am Tor vorbei. Kurz darauf reagierte Mark van Bommel mit einem Doppelwechsel: De Bruyne und Moreira verließen den Platz, Vanaken und Lukebakio kamen in die Partie.

Belgien tat sich weiterhin schwer gegen die Franzosen. Bei den Gästen brachte Zidane in der 68. Minute Ousmane Dembélé, dessen Einwechslung von einem gellenden Pfeifkonzert der belgischen Fans begleitet wurde. Bei den Roten Teufeln ersetzte wenig später De Cuyper Seys.

Danach wurden die Belgier doch noch einmal gefährlich. De Ketelaere steckte den Ball auf Lukebakio durch, dessen Abschluss Frankreichs Torhüter Maignan jedoch parierte. Auch in der 78. Minute stand Lukebakio im Mittelpunkt. Nach einem starken Seitenwechsel von Tielemans kam der Offensivspieler erneut zum Abschluss, doch wieder war Maignan zur Stelle.

Als vieles bereits auf ein torloses Remis hindeutete, schlugen die Franzosen doch noch zu. Der eingewechselte Michael Olise stellte auch in Brüssel seine Klasse unter Beweis. In der 88. Minute war der Offensivspieler nicht zu stoppen und vollendete präzise zum 1:0 für Frankreich. Der späte Nackenschlag für die Roten Teufel, die damit für ihre kämpferische Leistung nicht belohnt wurden.

Am Freitag geht es für Belgien weiter. Am dritten Spieltag der Nations League treffen die Roten Teufel in Lüttich auf die Türkei.

Christophe Ramjoie

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