Eine Veränderung gab es bei der AS Eupen: Für Sandro Vidigal rückte Isaac Nuhu in die Startelf. Damit vertraute Eupens Trainer auf die gleiche Formation wie beim 2:1-Auswärtssieg bei Patro Eisden, bis auf diese eine Position. Lüttichs Coach Gaëtan Englebert ließ die beiden ehemaligen Eupener Damien Mouchamps und Jonathan D’Ostilio zunächst auf der Bank.
Den ersten Abschluss der Partie hatten die Lütticher in der 3. Minute. Stephen Reynaerts zog ab, doch Eupens Keeper und Ex-Lütticher Antoine Lejoly parierte problemlos. Auf der Gegenseite setzte Eupen nach. Ba-Muaka Simakala eroberte den Ball, Van Genechten zog anschließend aufs Tor, doch Alexis André konnte den Versuch parieren.
In der 14. Minute gab es Chancen auf beiden Seiten. Zunächst klärte Plastun im Eupener Strafraum, kurz darauf setzte Gavory seinen Schuss über das Tor. Nach einem Ballverlust der Eupener im Spielaufbau konterte Lüttich gefährlich und verpasste die Führung nur knapp. Der Ball ging glücklicherweise für Eupen über das Tor. In der 20. Minute zog Amadou Keita aus der Distanz ab. Sein Schuss ging knapp am linken Pfosten des Lütticher Tores vorbei.
Eupen wurde nun vor allem über die linke Seite gefährlich. Gavory legte den Ball von links zentral ab, Keita ließ durch und Raphael Di Matteo, ein Spieler aus der Eupener Nachwuchsabteilung, vollendete schnörkellos zum 1:0 in der 23. Minute. Für Di Matteo war es der erste Pflichtspieltreffer als Profi.

In der 28. Minute wurde ein mögliches Foul an Eupens Stürmer Simakala überprüft. Einen Elfmeter gab es jedoch nicht, da zuvor eine Abseitsstellung vorlag. In der 36. Minute eroberte Keita den Ball vor dem Lütticher Strafraum und steckte auf Isaac Nuhu durch. Der blieb im Abschluss cool und erhöhte auf 2:0. Eupens Torschütze zum 1:0 musste in der 42. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Mark Müller kam für ihn ins Spiel.
Kurz vor der Pause sorgte Keita erneut für Gefahr und eroberte den Ball vor dem Lütticher Sechzehner. Simakala setzte den Abschluss allerdings rechts neben das Tor. So ging die AS Eupen mit einer 2:0-Führung in die Halbzeitpause.
Bei den Gästen aus Lüttich gab es zur zweiten Halbzeit zwei personelle Wechsel. Am Spielverlauf änderte sich zunächst wenig: Eupen kontrollierte das Geschehen, während Lüttich offensiv kaum etwas zustande brachte. Die AS lauerte auf Konter.
Die erste Chance des zweiten Durchgangs hatte Lüttich in der 63. Minute nach einer Ecke von rechts. Der Kopfball von Plastun war jedoch zu ungefährlich. Auf der Gegenseite wurde der Kopfball des eingewechselten Wesley Rabak schon etwas gefährlicher, ging aber ebenfalls am Tor vorbei.
In der 65. Minute wechselte Eupen doppelt. Bertan Çalışkan und Kikas kamen für Dlaurier Chaubet und Simakala ins Spiel. Kurz darauf verhinderte Paeshuyse auf der Linie den möglichen Lütticher Anschlusstreffer. Die Entscheidung fiel in der 70. Minute: Kikas traf mit seinem ersten Saisontor zum 3:0 für die AS Eupen.
Lüttich gelang in der 83. Minute der Ehrentreffer zum 3:1 und plötzlich wurde es noch mal spannend, als Arnold Qevani in der 85. Minute Antoine Lejoly im Eupener Tor mit seinem Kopfball herausforderte. Eupens Keeper konnte zur Ecke klären. Zwei Minuten später erneut Gefahr durch die Lütticher, diesmal scheitere Bruggeman per Kopf aus kurzer Distanz am Eupener Schlussmann. Lüttich in der Nachspielzeit noch mit einem Mann weniger. Wegen einer Tätlichkeit sah Qevani nach Check die Rote Karte. Es blieb beim 3:1.
Damit feiert Eupen den dritten Sieg in Serie und klettert auf den zweiten Tabellenplatz, drei Punkte hinter Tabellenführer Beerschot, aber Eupen hat ein Spiel weniger. Am kommenden Wochenende steht zunächst das Pokalspiel gegen Merelbeke auf dem Programm. Anschließend dauert die Länderspielpause für die Eupener bis zum 9. Oktober. Dann geht es auswärts zu den RSCA Futures.
Christophe Ramjoie