Vier Veränderungen gab es im Vergleich zum 1:0-Auswärtserfolg bei Club NXT. Wie befürchtet fehlte Nadje bei Eupen angeschlagen. Kikas, Caliskan und Müller wurden von Mazzù aus der Startelf rotiert. Simakala, Delaurier-Chaubet, Di Matteo und Amadou Keita standen dafür bei Eupen gegen Patro in der Startelf.
Bei den Limburgern feierte der Ex-AS-Spieler Zakaria Atteri sein Startelf-Debüt. Der Stürmer hatte am vergangenen Wochenende zum zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Limburger getroffen, die am Ende jedoch die dritte Niederlage in Serie hinnehmen mussten.
Vidigal handelte sich in der 9. Minute die Gelbe Karte ein, als er Delpupo unmittelbar vor der Bank der Hausherren von den Beinen holte. Die erste gefährliche Situation gehörte anschließend Eupen: Di Matteo setzte sich stark über die rechte Seite durch, doch sein Abschluss war eine sichere Beute für Patros Torhüter Bellin.
Es deutete sich bereits an: Di Matteo wirbelte sich immer wieder in den Strafraum der Gastgeber. In der 18. Minute landete der Ball schließlich bei Delaurier-Chaubet, der zum 1:0 für die Gäste traf.
Patro wirkte verunsichert und hätte beinahe das nächste Gegentor kassiert. Keitas Flachschuss in der 22. Minute stellte Bellin allerdings vor keine größeren Probleme. Zwei Minuten später traf Ba-Muaka Simakala den Ball nicht richtig – auch diese Szene hätte ansonsten gefährlicher werden können.
Eupen hatte die Partie unter Kontrolle. AS-Schlussmann Antoine Lejoly erlebte eine ruhige erste halbe Stunde und wurde kein einziges Mal ernsthaft geprüft. Patro agierte weiterhin zurückhaltend. Eupen spielte sich phasenweise gefällig bis in den Strafraum, ging mit seinen Chancen aber fast schon fahrlässig um. So auch in der 40. Minute, als Delaurier-Chaubet das zweite Tor des Abends hätte erzielen müssen.
Patro war mit dem 0:1 zur Pause gut bedient. Eupen führte verdient, musste sich jedoch die mangelhafte Chancenverwertung vorwerfen lassen.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs gedachten die rund 150 mitgereisten AS-Fans mit einem Banner des unter der Woche verstorbenen Ex-AS-Präsidenten Dieter Steffens.
Auf dem Platz passierte zunächst nicht allzu viel. Patro-Coach Stijnen reagierte nach knapp einer Stunde mit einem Doppelwechsel und brachte mit Radja Nainggolan und dem ehemaligen AS-Akteur Stef Peeters zwei sehr routinierte Spieler. Eine entscheidende Verbesserung im Spiel der Gastgeber war jedoch nicht erkennbar.
Eupens Trainer Mazzù brachte kurz darauf Kikas und Isaac Nuhu für Ba-Muaka Simakala und Sandro Vidigal. Die AS war längst in den Modus der Ergebnisverwaltung gewechselt.
Eine Viertelstunde vor dem Ende hatten auch Di Matteo und Torschütze Delaurier-Chaubet Feierabend. Mark Müller und Bertan Caliskan kamen für sie ins Spiel. Letzterer hatte knapp drei Minuten nach seiner Einwechslung die große Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen. Sein Schuss ging jedoch am zweiten Pfosten vorbei.
In der 83. Minute gab es dann auch erstmals einen Schuss in Richtung des Eupener Tores. Der Distanzversuch des ehemaligen Nationalspielers Nainggolan verfehlte das Ziel nur knapp.
In der 90. Minute machte Caliskan schließlich cool den Deckel drauf - 2:0 für die AS Eupen. Der Anschlusstreffer zum 1:2-Endstand kam für Patro zu spät.
Durch den dritten Sieg im vierten Spiel bleibt Eupen Spitzenreiter Beerschot und Absteiger Dender auf den Fersen. Für Patro-Coach Stijnen dürfte es nach der vierten Niederlage in Serie dagegen zunehmend ungemütlich werden.
Mark Müller zeigte sich nach dem 2:1 bei Patro zufrieden: "Im Großen und Ganzen haben wir ein gutes Spiel gemacht, vor allem in der ersten Halbzeit." Kritisch zeigte er sich hingegen in puncto Chancenverwertung: "Wir müssen früher den Sack zumachen."
Insgesamt sieht Müller die Mannschaft auf einem guten Weg: "Der Trend geht nach oben" – und gegen RFC Lüttich soll beim ersten Heimspiel nach drei Auswärtsspielen in Serie der dritte Sieg in Folge her.
Christope Ramjoie