Nach der Auftaktniederlage ging die KTSV Eupen personell geschwächt in das Duell mit Aufsteiger Sprimont. Neben den drei verletzungsbedingt fehlenden Spielern musste Trainer Thomas Cauwenberghs auch auf Nicolai Zidorn verzichten. Der Leistungsträger war beruflich verhindert und fehlte der Eupener Mannschaft ebenfalls. Bei Sprimont trafen die Eupener auf zwei bekannte Gesichter. Sekou Top trug bereits das Trikot von HC Eynatten-Raeren, während Maurice Piel der Sohn des ehemaligen HC-Eynatten-Torhüters Mario Piel ist.
Sprimont erwischt den besseren Start
Sprimont erwischte den besseren Start und ging schnell mit 2:0 in Führung. Eupen benötigte etwas Anlauf, ehe der erste Treffer gelang. Martin Massat sorgte anschließend mit einem Doppelschlag für den Ausgleich. Die Gäste behielten jedoch zunächst die Oberhand im Provinzduell. Eupens Trainer Thomas Cauwenberghs reagierte früh und nahm eine Auszeit. Danach kam seine Mannschaft besser ins Spiel. In der 20. Minute gelang Eupen erstmals die Führung, als Hugo Rodado und Geoffrey Lahonda zum 7:6 trafen. In der 27. Minute durfte sich dann der erst 18-jährige Luca Beyer erstmals in die Torschützenliste der Eupener A-Mannschaft eintragen. Sein erster Pflichtspieltreffer brachte der KTSV den 9:9-Ausgleich. Anschließend erzielte Sprimont drei Treffer in Folge, ehe erneut Luca Beyer erfolgreich war und mit seinem zweiten Treffer des Abends den 10:12-Halbzeitstand festlegte.
Eupens Offensive stockt
In den ersten sieben Minuten des zweiten Spielabschnitts gelang es Sprimont, den Vorsprung auf die Ostbelgier auf vier Tore zu verdoppeln (12:16). Eupen war offensiv nahezu abgemeldet, während die Gäste ihren Vorsprung weiter ausbauten. Beim Stand von 13:19 folgte die längst überfällige Auszeit von Thomas Cauwenberghs. Doch auch danach blieb Eupen im Abschluss zu schwach. Gerade einmal vier Treffer gelangen den Ostbelgiern in den ersten 20 Minuten der zweiten Halbzeit.
Doch Eupen gab sich noch nicht geschlagen und bäumte sich gegen die drohende Niederlage auf. Beim Stand von 18:22 und noch fünf Minuten auf der Uhr war für die Ostbelgier plötzlich wieder etwas drin. Hugo Rodado verkürzte in der 56. Minute auf 19:22, ehe Thomas Mormont wenig später den Rückstand auf 20:22 reduzierte. In der 58. Minute war es erneut Mormont, der zum 21:22-Anschlusstreffer einnetzte.
Lahonda rettet Punkt
Bei Sprimont wollte nun offensiv nichts mehr gelingen. Eupen erkämpfte sich rund 90 Sekunden vor dem Ende erneut den Ball und bekam damit die Chance zum Ausgleich. 62 Sekunden vor der Schlusssirene sorgte Geoffrey Lahonda schließlich für den viel umjubelten 22:22-Ausgleich. Dabei blieb es. Nach einer über weite Strecken schwierigen Partie rettete der KTSV Eupen dank einer starken Schlussphase noch einen Punkt.
Christophe Ramjoie