Im zweiten Heimspiel unter dem neuen Trainer Marco Demonthy empfing die KTSV Eupen die Mannschaft aus Overpelt. In der vergangenen Woche hatten die Eupenerinnen einen ungefährdeten Heimerfolg gegen Bilzen gefeiert. Overpelt war ebenfalls erfolgreich in die Saison gestartet und hatte auswärts bei Beyne gewonnen.
Eupen setzt sich zunächst ab
Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase schafften es die Eupenerinnen, sich Mitte der ersten Halbzeit etwas abzusetzen. Mit zunehmender Spieldauer wurde Eupen offensiv immer stärker.
Allerdings schlichen sich auch immer wieder Nachlässigkeiten ein, die es Overpelt ermöglichten, in Reichweite zu bleiben. In der 29. Minute gelang den Gästen der Ausgleich zum 14:14. Eine weitere Nachlässigkeit der Eupenerinnen führte zu einer Zeitstrafe. Den daraus resultierenden Siebenmeter verwandelte Overpelt und ging mit 15:16 in Führung, die die Gäste bis zur Pause behaupten konnten.
Fehlstart nach der Pause
Nach dem Seitenwechsel startete Eupen mit einer Spielerin zu viel auf dem Feld. Die Demonthy-Sieben handelte sich dadurch eine weitere Zeitstrafe ein und musste 33 Sekunden in doppelter Unterzahl agieren.
In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs leistete sich Eupen zahlreiche einfache Fehler. Overpelt nutzte diese konsequent und zog zwischenzeitlich auf 17:21 davon. Die Eupenerinnen fingen sich jedoch wieder und kamen in der 40. Minute erstmals wieder in die Nähe des Ausgleichs.
In der 45. Minute war es schließlich so weit: Über Rechtsaußen erzielte Emma Lucca den Treffer zum 24:24. Kurz darauf war sie es erneut, die vom Kreis die Eupenerinnen wieder in Führung brachte.
Eupen baute den Vorsprung weiter aus. Dattolico erhöhte mit ihrem Treffer auf 31:28. Doch entschieden war die Partie damit noch lange nicht. Fünf Minuten vor dem Ende war Overpelt wieder bis auf einen Treffer herangekommen.
Starke Schlussphase sichert den Sieg
Die Schlussphase wurde noch einmal spannend. In der 59. Minute hielt Liese Muziek einen wichtigen Ball und bewahrte Eupen damit vor dem möglichen Ausgleich. Kurz darauf sorgte Erika Bearzatto mit dem Treffer zum 35:33 für die Vorentscheidung. Eva Xhonneux machte schließlich mit ihrem Tor zum 36:33-Endstand den Deckel drauf.
Damit feiert die KTSV Eupen im zweiten Spiel unter Marco Demonthy den zweiten Sieg.
Demonthy: "Entscheidend ist, dass wir solche Spiele gewinnen"
„Mit vier Punkten aus den ersten beiden Spielen können wir natürlich zufrieden sein", meinte KTSV-Trainer Marco Demonthy unmittelbar nach der Partie. "Heute haben wir uns das Leben allerdings phasenweise selbst schwer gemacht und den Gegner vielleicht etwas unterschätzt. Entscheidend ist, dass wir solche Spiele am Ende für uns entscheiden. Jetzt gilt es, weiterzuarbeiten und unseren Anspruch, die Endrunde zu erreichen, Schritt für Schritt zu verfolgen."
Christophe Ramjoie