Zum Auftakt ging es gegen den Meisterschaftsfavoriten Hubo Handball, der sich in dieser Saison noch einmal verstärkt hatte. Eupen hatte in der Zwischensaison lediglich drei Neuzugänge zu verzeichnen. Joris Giroud, der Neuzugang aus Istres, fehlte den Eupenern verletzt. Daher nahm Noah Neumann aus der KTSV-Nachwuchsabteilung auf der Bank platz. Mathias Rodado, der ebenfalls im Sommer zur KTSV gewechselt war, fällt mit einem Kreuzbandriss, den er sich in der Vorbereitung zugezogen hatte, für einen längeren Zeitraum aus.
Die Ostbelgier hatten in Tongeren zunächst einen schweren Stand. Rückkehrer Aaron Brüls war der erste KTSV-Schütze, als er auf 1:2 aus Eupener Sicht verkürzte. Eupen tat sich gegen die kompakt stehende Abwehr der Hausherren schwer und lag nach zehn Minuten bereits mit 2:5 zurück.
Von der Siebenmeterlinie verkürzte Hugo Rodado auf 3:5. In der 13. Minute gelang Julian Kirschbaum der Anschlusstreffer zum 4:5. Eupen hatte mit Max Schunck einen starken Rückhalt im Tor. Schunck legte mit einer seiner Paraden den Grundstein dafür, dass Nicolai Zidorn in der 15. Minute zum 5:5 ausgleichen konnte.
Das gleiche Szenario wiederholte sich eine Minute später: Zidorn traf zum 6:6. Der Eupener hatte einen Lauf, denn auch mit seinem nächsten Treffer sorgte er dafür, dass die Partie ausgeglichen blieb (7:7).
Danach feierte der 17-jährige Matteo Brüll seine Premiere in dieser Saison bei der ersten Mannschaft der KTSV. Eupen blieb weiterhin im Fahrwasser des Favoriten. Auch der vierte Treffer in Serie von Nicolai Zidorn führte zum erneuten Ausgleich.
Brüll fügte sich anschließend ebenfalls in die Torschützenliste der Eupener ein und erzielte mit dem 9:9 seinen ersten Treffer im Dress der A-Mannschaft.
Vier-Tore-Rückstand
Danach ließ Eupen etwas abreißen und Hubo zog auf drei Tore davon (12:9). Bis zur Pause sollte der Vorsprung der Hausherren noch um einen weiteren Treffer anwachsen. Mit 14:10 ging es schließlich in die Halbzeitpause.
Die ersten beiden Treffer des zweiten Spielabschnitts gingen auf das Konto der Eupener, die gegen den frischgebackenen Super-Cup-Gewinner Hubo wieder in Reichweite waren. Aber Hubo fand schnell wieder ins Spiel zurück und baute seinen Vorsprung wieder weiter aus. Bis zur 38. Minute zogen die Limburger auf 20:14 davon. Hubo machte in seinem Elan weiter, während Eupen nicht mehr viel gelang.
Eupener Aufbäumen
Beim Stand von 24:16 versuchte Eupens neuer Trainer Thomas Cauwenberghs, seine junge Mannschaft mit einer Auszeit wieder in die Spur gegen den Favoriten zu bringen. Da Eupen in dieser Saison vermehrt auf die Eigengewächse setzt, kam ab Mitte der zweiten Halbzeit der 18-jährige Luca Beyer auf den Platz. Eupen war danach wieder besser im Spiel und der Rückstand auf Hubo wurde bis zur 50. Minute halbiert (26:22). Eupen musste sich am Ende dann aber doch deutlich mit 24:34 geschlagen geben.
"Zehn Tore Unterschied sind am Ende vielleicht etwas zu viel. Zwei, drei Tore weniger hätten uns gutgetan. Aber gerade gegen einen Gegner wie Hubo haben wir phasenweise ordentlich ausgesehen", meinte KTSV-Co-Trainer Damian Kedziora nach der Partie. "Für unsere junge Mannschaft ist das ein Prozess – wir wissen, dass noch viele Dinge zu korrigieren sind."
Zufrieden mit seiner Premiere zeigte sich Matteo Brüll: "Es hat sich sehr gut angefühlt. Ich bin sehr froh, mein erstes Tor für die A-Mannschaft gemacht und der Mannschaft damit ein bisschen geholfen zu haben. Als Jüngster versuche ich, mein Bestes zu geben und die Mannschaft dort zu unterstützen, wo sie mich braucht. Ich bin leichter und kleiner als die anderen und muss deshalb meinen eigenen Weg und meine eigenen Lösungen finden. Wenn das dann so klappt wie heute, bin ich sehr froh darüber."
Am kommenden Samstag empfangen die Eupener den Aufsteiger Sprimont am heimischen Stockbergerweg.
Christophe Ramjoie