Gegenüber der Niederlage gegen Lokeren (1:2) vor zwei Wochen stellte AS-Trainer Felice Mazzù die Anfangself auf vier Positionen um. Für Stammtorhüter Marco Hiller (Adduktorenoperation) beorderte er Antoine Lejoly in den Kasten. Auch den gesperrten Logan Delaurier-Chabet sowie Théo Maréchal und Isaac Nuhu ersetzte Mazzù in der Startformation. Dafür waren Sandro Vidigal, Bertan Caliskan und Mathias Fixelles von Anfang an dabei.
Die jungen Gastgeber - der Nachwuchs des Club Brügge - deuteten in der Anfangsphase gleich ihre Klasse an. Gefällige Kombinationen waren dabei, aber auch die Eupener näherten sich dem gegnerischen Tor in den ersten Minuten mehrmals, ohne aber noch echte Gefahr auszustrahlen. Das änderte sich in der 18. Minute, als Mark Müller fünf Meter vor dem Kasten der Hausherren knapp eine Hereingabe von Kikas verpasste. Im Anschluss übernahmen wieder die Gastgeber die Kontrolle über das Geschehen, aber die Eupener Deckung stand sicher, das spielerische Übergewicht des Club NXT in dieser Phase blieb somit ohne Folgen. Nach 45 Minuten stand es weiterhin 0:0. Hüben wie drüben bestand Steigerungspotenzial.
Der Club NXT behielt nach dem Seitenwechsel das Heft in der Hand und drückte die Eupener tief in die eigene Spielhälfte. Nach einem Zweikampf im Strafraum blieb AS-Innenverteidiger Igor Plastun verletzt liegen und musste in der 56. Minute ausgewechselt werden; für ihn kam Michael Precious. Fünf Minuten später mischte Mazzù noch einmal kräftig durch, als er auf einen Schlag gleich drei Spieler austauschte: Isaac Nuhu, Ba-Muaka Simakala und Raphael Di Matteo kamen für Bertan Caliskan, Kikas und Mark Müller.
In der 63. Minute kam Eupen Chris-Kévin Nadje aus rund zehn Minuten frei zum Schuss, Torhüter Axl De Corte tauchte reaktionsschnell ab und entschärfte den Ball. Auf der Gegenseite prüfte Naim Amengai AS-Schlussmann Lejoly mit einem direkten Freistoß: Der Ball hätte gepasst, aber der Eupener parierte sicher.
In der 71. Minute hätte dann der Treffer für die AS fallen müssen. Nach einem Schuss von Simakala rollte der Ball die Torlinie entlang, überquerte diese aber nicht. Wenige Sekunden später sorgte erneut der Eupener Stürmer für Gefahr: Nach Simakalas Seitfallzieher rauschte der Ball Zentimeter am Pfosten vorbei. Als mancher sich schon auf ein torloses Unentschieden einstellte, tauchte in der 87. Minute plötzlich Nadje mutterseelenallein vor dem Tor der Gastgeber auf und schob überlegt zum 1:0 ein. Isaac Nuhu hatte Nadje mit seinem Zuspiel auf die Reise geschickt.
Nächstes Wochenende ist die Mannschaft erneut auswärts gefordert: Dann geht es zu Patro Eisden, dem neuen Verein von Zakaria Atteri. Von dem Stürmer hatte sich die AS Eupen im Laufe der Woche getrennt.
Moritz Korff