Trainer Felice Mazzu setzte in seiner Startelf auf keinen einzigen Neuzugang, sondern vertraute zunächst auf das Personal, das bereits in der vergangenen Saison für die AS auf dem Platz stand.
Die Eingespieltheit machte sich früh bemerkbar. Nach gerade einmal 140 Sekunden schraubte sich Igor Plastun nach einer Ecke von der rechten Seite am höchsten und nickte zur 1:0-Führung ein.
Anschließend kontrollierte Eupen weitgehend das Geschehen. Umso überraschender fiel der Ausgleich: Die AS-Abwehr befand sich im kollektiven Tiefschlaf, Kim nutzte die Unordnung und lupfte den Ball über Hiller hinweg zum 1:1 ins Netz.
Vor den Augen von PSG-Chefscout Luis Campos lief bei den Eupenern anschließend nicht mehr viel zusammen. In der 33. Minute war Hiller gefordert, als er einen Schuss von Kiyan Achahbar parierte und damit einen möglichen Rückstand verhinderte. Schon zuvor hatte die AS immer wieder defensive Anfälligkeiten gezeigt.
Genk übernahm zunehmend die Kontrolle und kombinierte sich in der 37. Minute gefällig in den Eupener Strafraum. Nzoko schloss den Angriff mit einem Schuss ins Seitennetz ab.
Eupen zeigte sich danach zwar etwas bemühter, blieb vor dem gegnerischen Tor jedoch weitgehend harmlos. Mit dem 1:1 ging es in die Kabinen.
Für den zweiten Spielabschnitt brachte Felice Mazzu mit Sandro Vidigal und Chris-Kévin Nadje gleich zwei Neuzugänge. Isaac Nuhu und Amadou Keita blieben dafür in der Kabine.
Nur 18 Sekunden nach dem Wiederanpfiff hatte Eupen bereits die erste gute Möglichkeit. Théo Maréchal zog ab, doch Genks Keeper Doucouré lenkte den Schuss zur Ecke.
Die AS präsentierte sich nun deutlich druckvoller und kam in der Folgezeit zu mehreren gefährlichen Vorstößen. Zunächst blieb die Belohnung jedoch aus.
Eine Standardsituation brachte schließlich die erneute Eupener Führung. Nach einer Ecke von der rechten Seite stand Yentl Van Genechten in der 62. Minute goldrichtig und schob aus kurzer Distanz zum 2:1 ein.
Nur wenige Minuten später ließ Logan Delaurier-Chaubet seine Klasse aufblitzen. Mit einer mustergültigen Aktion bediente er Chris-Kévin Nadje, der den Ball zum 3:1 ins Netz beförderte. Für den Ivorer war es der erste Treffer im Trikot seines neuen Arbeitgebers.

Kurz darauf gab es eine Premiere im Kehrwegstadion, als Felice Mazzu eine Review nach dem Einsatz der Genker Abwehr gegen Kikas beantragte. Nach Ansicht der Bilder gab es aber nicht den aus Eupener Sicht erhofften Foulelfmeter.
In der 83. Minute machte Sandro Vidigal dann alles klar für die AS Eupen, als er mit links nach Körpertäuschung zum 4:1 traf.
Die AS Eupen hatte die Partie damit innerhalb weniger Minuten gedreht und belohnte sich für eine deutlich stärkere zweite Halbzeit.
Christophe Ramjoie