Acht Vorbereitungsspiele gegen auswärtige Mannschaften hat die AS Eupen in Hinblick auf die Saison 2026/27 in der 1. Division B bestritten. Im letzten Testlauf - der einzige gegen einen Ligakonkurrenten - gab es für die Mannschaft von Trainer Felice Mazzù am frühen Samstagabend die erste Niederlage. 1:3 musste sich die AS im Kehrwegstadion dem RFC Seraing geschlagen geben.
Die AS übernahm in der Anfangsphase die Kontrolle, legte ein ums andere Mal den Vorwärtsgang ein. Einen ersten nennenswerten Schuss auf das gegnerische Tor gab in der 19. Minute Logan Delaurier-Chaubet ab. Kurz darauf versuchte es Isaac Nuhu, zielte aber knapp am linken Pfosten vorbei.
Zwei Elfmeter mit Anfechtung
In der 28. Minute ging Seraings Fostave Mabani nach einem Zweikampf mit AS-Verteidiger Rune Paeshuyse im Eupener Strafraum zu Boden. Schiedsrichter Anaik Jacoby zeigte sofort auf den Punkt und signalisierte somit einen Strafstoß.
AS-Trainer Felice Mazzù nahm daraufhin eine Regeländerung in Anspruch und beantragte eine Videoüberprüfung dieser Szene, um die Entscheidung des Unparteiischen anzufechten. Allerdings blieb der Schiedsrichter nach dem Blick auf die Videoaufzeichnung dabei und bestätigte auf diese Weise seinen Elfmeterpfiff. Seraings Mahi-Nathan Gnemagnon nahm sich der Sache an und verwandelte vom Punkt zum 1:0 für die Gäste.
In der 41. Minute dann dasselbe Spiel mit umgekehrten Vorzeichen: Diesmal hatte Jacoby nach einem Handspiel auf Elfmeter für die AS entschieden. Seraings Trainer Arnauld Mercier ließ das überprüfen, Jacoby wich danach aber erneut nicht von seiner Anfangsentscheidung ab: Den Strafstoß brachte Eupens Ba-Muaka Simakala sicher zum 1:1 im Tor unter.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel erhöhte Seraing abermals in Person von Gnemagnon zum 2:1, die AS-Abwehr machte da nach der Pause noch einen ungeordneten Eindruck. Auf der Gegenseite kam fünf Minuten später Nicolas Gavory aus halblinker Position frei zum Schuss, Seraings Schlussmann Romain Jean-Baptiste konnte klären.
Und die AS hatte in der Folge weitere gute Einschussmöglichkeiten. Unter anderem die beiden eingewechselten Portugiesen Sandro Vidigal und Kikas brachten neuen Schwung ins Eupener Angriffsspiel. Das eigentlich fällige Tor fiel aber auf der anderen Seite: Oussmane Kebe drückte den Ball in der 69. Minute nach einer Hereingabe von der linken Flanke aus gut acht Metern zum 1:3 aus AS-Sicht über die Linie.
In der Schlussphase häuften sich Konzentrationsfehler, die vielen Wechsel kamen dem Spielfluss auch nicht eben zugute. Am kommenden Samstag (15. August) um 16 Uhr empfängt die AS Eupen zum Saisonauftakt Jong Genk am Kehrweg. Dann braucht es für die AS mehr als gute Ansätze, um der Niederlage in der Generalprobe Zählbares folgen zu lassen.
Moritz Korff


