Der in der Kritik stehende FIFA-Präsident Infantino hat für Mittwoch zu einer Krisensitzung des Fußball-Weltverbandes nach Marokko geladen. Das berichten englische Medien.
Zu dem Treffen habe Infantino wichtige Mitarbeiter in die Hauptstadt Rabat beordert. Es sei allerdings unklar, was der Schweizer genau besprechen wolle.
Infantino hatte zuletzt für Empörung in der Fußball-Welt gesorgt, als Pläne zum Verkauf von WM-Rechten an Investoren bekannt wurden. In den vergangenen Tagen hatten selbst enge Mitarbeiter Infantinos Kritik an ihrem Chef geübt.
In Rabat ist der regionale Hauptsitz der FIFA für Afrika, 2027 stehen dort der 77. FIFA-Kongress sowie die nächsten Präsidentenwahlen an. In der Hauptstadt des WM-Co-Gastgebers von 2030 war Infantino in der vorigen Woche als Gast von König Mohammed VI. öffentlich aufgetreten.
Ex-Fußballer Figo fordert Rücktritt von Infantino
Die Kritik an dem Präsidenten der FIFA wächst weiter: Nun hat der ehemalige Weltfußballer Luis Figo einen Rücktritt von FIFA-Chef Gianni Infantino gefordert. "Infantino muss gehen", schrieb der ehemalige portugiesische Nationalspieler in einem Gastbeitrag für die "Daily Mail" in England.
Infantino habe versucht, sich selbst und seinen Vertrauten Vorteile zu verschaffen - auf Kosten des Spiels, dem er eigentlich dienen sollte. Für die Wahrung seiner Würde sei es zu spät, so Figo in dem Gastbeitrag. Doch für die Rettung des Fußballs sei es noch nicht zu spät.
2015 hatte sich Luis Figo als Gegenkandidat des damaligen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter beworben, zog seine Kandidatur dann aber zurück. Nach dem Rücktritt Blatters hatte er Infantino unterstützt.
dpa/jp