Im Eingangsbereich sind die Flaggen der Co-Gastgeber USA, Mexiko und Kanada zu sehen, auf dem Spielfeld Kinder und Jugendliche in den Nationaltrikots von Belgien, Spanien, England, Deutschland oder Frankreich, aber auch von Argentinien, Brasilien oder ... Curaçao. Turniergründer und Hauptorganisator Jean-Claude Sonnet achtet mit seinem Team auf jedes Detail: "Wir haben immer das Ziel, die Kinder träumen zu lassen. Sie sollen das Gefühl haben, dass sie an der WM teilnehmen."
Die einzelnen Spielfelder auf dem wegen der Hitze auch in Weismes doch recht ausgetrockneten Grün tragen darum auch die Namen der WM-Spielstätten wie New York, Los Angeles oder Seattle. Und sofort wissen die Kids wohin. Mitunter wird auch schon mal symbolisch "der VAR" oder "die FIFA" gerufen, wenn es zu einem kleinen Regeldisput kommt. Eben ganz so wie bei den Großen.
Jean-Claude Sonnet war schon am Anfang dabei, im Sommer 1994. Damals hatte die WM auch schon in den USA stattgefunden, erinnert er sich. Damals nahmen 55 Kinder teil, heute sind es 160. "Die Kinder kommen aus ganz Ostbelgien, es sind viele Deutschsprachige darunter, aber auch aus Stavelot, Vielsalm, Aubel und aus der Lütticher Ecke."
Die Kinder können hier in Gemeinschaftszelten übernachten. Andere lassen sich jeden Tag von ihren Eltern bringen und abholen. Neben dem reinen Spaß am Fußballspiel geht es für sie auch darum, besser Fußball spielen zu lernen. "Die Vormittage und auch einen Teil vom Nachmittag widmen wir den Trainingseinheiten. Da haben wir junge und erfahrene Trainer, die in den jeweiligen Jugendabteilungen der Vereine tätig sind. Die Kinder kommen ja auch, um einen Schritt nach vorne zu machen."
So ein WM-Turnier braucht natürlich einen krönenden Abschluss. Und da sind Jean-Claude Sonnet und sein Team nie um Einfälle verlegen: "Das Finale läuft vor den Augen der Eltern und Geschwister. Da haben wir 500 bis 600 Zuschauer rund um den Platz."
Danach geht es für alle zum gemütlichen Ausklang in das eigens für das Turnier angelegte "WM-Dorf". Und da steht dann die große Siegerehrung auf dem Programm: "Das ist ein Riesenhighlight! Alle Kinder kommen aufs Podium und die Sieger heben den Pokal in die Höhe mit Konfettiregen, Luftschlangen und allem Drum und Dran." Und in Weismes müssen sie nicht einmal befürchten, dass sich Donald Trump aufs Siegerfoto drängt ...
Radio-Interview mit Jean-Claude Sonnet im Player:
Stephan Pesch








