Im weltweiten Streit um seine Investorenpläne hat FIFA-Präsident Gianni Infantino Berichten zufolge einen engen Vertrauten verloren. Der hochrangige FIFA-Berater Carlos Cordeiro trat aus Protest gegen das Vorhaben zurück. Das berichten die Nachrichtenagentur AP und der Sender Sky News.
Cordeiro betonte, an den Plänen von Infantino nicht beteiligt gewesen zu sein und diese entschieden abzulehnen. "Es ist ein schlechtes Geschäft für die FIFA-Mitgliedsverbände, ein schlechtes Geschäft für den Fußball und ein schlechtes Geschäft für die langfristige Zukunft dieses Sports", schrieb Cordeiro. Als früherer Partner der Investmentbank Goldman Sachs wird Cordeiro große Erfahrung mit Investitionsgeschäften nachgesagt.
Gegen die Pläne von Infantino haben schon viele Verbände Widerstand angekündigt. Die Nationen in der Europäischen Fußball-Union UEFA kündigten am Donnerstag einen Boykott aller FIFA-Wettbewerbe für den Fall an, dass der Verband die Pläne weiterverfolge.
Laut Berichten setzte der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal bis zum 19. September und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Stand Freitag und laut der öffentlichen Äußerungen würde Infantino für seine Pläne innerhalb der FIFA wohl keine Mehrheit mehr bekommen.
dpa/est