Für Horvat ist dieser Schritt jedoch längst nicht das Ende seines Weges. "Für das Erste bin ich glücklich mit dem Vertrag, dass ich ihn jetzt endlich unterschrieben habe. Aber es ist noch lange nicht zu Ende. Ich kämpfe weiter dafür, dass ich mein erstes Spiel mache und dass ich dann ein richtiger Profi bin und nicht nur auf dem Papier", sagt er.
Horvat weiß, dass er sich seinen Platz im Profikader erst noch verdienen muss. Deshalb setzt er auf Geduld und harte Arbeit. "Ich muss mich weiter zeigen, auf meine Chance warten und, wenn ich eingesetzt werde, einfach mein Spiel machen, wie ich es immer gemacht habe. Kein Stress, keinen Druck machen. Dann kommt der Rest von selbst."
Dass Borussia Mönchengladbach seine erste Station als Profi ist, bedeutet Horvat besonders viel. "Ich bin seit zehn Jahren im Verein. Ich mag den Verein, bin hier fast aufgewachsen. Erst in Belgien und dann hier. Ich habe eine enge Bindung zu Gladbach. Deswegen würde ich sagen, dass Gladbach der perfekte erste Verein für mich ist."
Obwohl er inzwischen in Deutschland spielt, erhält Horvat weiterhin viel Unterstützung aus seiner ostbelgischen Heimat. "Ich bin sehr froh darüber, dass die Leute mich immer noch unterstützen und wissen, wer ich bin. Ich freue mich immer, wenn Menschen aus Belgien mir schreiben oder wenn Zeitungen über mich berichten und Bilder von mir veröffentlichen. Das finde ich immer sehr schön."
Auch die Schlagzeilen in den deutschen Medien nimmt der Nachwuchsfußballer gelassen. Nachdem die Bild-Zeitung ihn als "Kroatien-Juwel" bezeichnet hatte, bleibt Horvat fokussiert: "Ich würde sagen, dass das nicht viel mit mir macht. Ich konzentriere mich auf das Fußballspielen. Ich versuche, nicht zu viel auf die Medien zu schauen, weil das nur ablenkt. Ich konzentriere mich auf mich selbst, damit ich meinen Traum weiterleben kann."
Ein besonderer Moment ist für den 18-Jährigen das tägliche Training mit den Profis von Borussia Mönchengladbach. "Es ist ein sehr schönes Gefühl. Ich kenne die ganzen Jungs noch aus dem Fernsehen, als ich kleiner war. Es war immer mein Traum, einmal mit ihnen zusammenzuspielen. Deshalb ist das etwas ganz Besonderes für mich."
Radio-Interview mit Niko Horvat im Player:
Christophe Ramjoie