Mit einem zufriedenen Gefühl ist die Delegation des Turnvereins Eupen von der Rhönrad-Weltmeisterschaft in Göttingen nach Ostbelgien zurückgekehrt. Unter der Leitung der Schwestern Franka und Lara Patzer nahm das Team mit vier Turnerinnen an den Titelkämpfen teil. Für Belgien gingen Nela Knodt, Laura Schmitz und Joanna Delnoy an den Start, während Sofia Babych die Ukraine vertrat.
Für das sportliche Glanzlicht sorgte Laura Schmitz, die im Sprung das Finale erreichte und dort einen hervorragenden fünften Platz belegte. "Die Kinder haben wirklich ihr Bestes gegeben. Jeder hat hier und da auch seine persönlichen Ziele erreicht. Dass Laura am Ende noch das Finale erreichen konnte, war natürlich ein großes Highlight für das ganze Team", freute sich Delegationsleiterin Franka Patzer.
"Uns war bewusst, dass durch ihren schwierigen Sprung ein Finale möglich ist. Aber auch die anderen Nationen haben beeindruckende Sprünge gezeigt. Am Ende war es auch ein Stück weit von der Tagesform abhängig. Laura hat im Halbfinale ihr Bestes gezeigt - und das hat schließlich für den fünften Platz gereicht."
Beeindruckt zeigte sich Patzer auch von der Atmosphäre bei der Weltmeisterschaft. Im Vergleich zu früheren Titelkämpfen habe das Turnier in Deutschland für eine ganz besondere Stimmung gesorgt. "Das Publikum war viel größer als in den vergangenen Jahren. Vor allem an den Finaltagen waren unglaublich viele Menschen in der Halle. Man hat gemerkt, wie groß die Rhönrad-Community tatsächlich ist."
Für Franka und Lara Patzer bedeutete die WM allerdings nicht nur Verantwortung als Delegationsleiterinnen. Beide waren gleichzeitig auch als Kampfrichterinnen im Einsatz. "Es war eine sehr anspruchsvolle Herausforderung, mehrere Funktionen gleichzeitig zu übernehmen. Aber sowohl die Leitung der Delegation als auch die Arbeit als Kampfrichterinnen haben sehr gut funktioniert. Wir können wirklich zufrieden nach Hause fahren."
Auch für die Zukunft sieht Patzer viel Potenzial im jungen Eupener Team. Für viele Turnerinnen sei es die erste Einzel-Weltmeisterschaft gewesen. "Es war erst der Anfang. Viele gehörten zu den jüngsten Jahrgängen. Wenn die Motivation und das Engagement im Training bleiben, bin ich sehr zuversichtlich, dass sich die Turnerinnen weiterentwickeln und in den kommenden Jahren noch einiges erreichen können."
Radio-Interview mit Franka Patzer im Player:
Christophe Ramjoie