Für die ostbelgische Delegation ist die Reise weit mehr als nur ein sportlicher Wettkampf. Delegationsleiterin Ann Jerusalem begleitet die Mannschaft bereits seit mehreren Jahren und erlebt immer wieder, wie prägend das Turnier für die Jugendlichen ist.
"Es ist auf der einen Seite eine totale Entwicklung für das ganze Team. Weil die als Team zusammenwachsen. Sie haben Herausforderungen, vor denen sie stehen, die sie bei uns zu Hause nicht haben. Allein schon, dass sie 24-7 aufeinanderhängen. Auf der anderen Seite ist es aber auch für jeden Einzelnen eine Persönlichkeitsentwicklung, sowohl beim Sport als auch neben dem Platz."
Sportlich wartet auf die Teams eine enorme Herausforderung. Viele Nationen investieren intensiv in ihre Nachwuchsarbeit. Das macht sich auf dem Spielfeld bemerkbar.
"Wir haben Spiele, die wir wirklich hoch verlieren. Und auch mit Mannschaften, die bei uns in Belgien gut mithalten können. Daran allein sieht man schon, dass das Niveau hier top ist. Und ich war gestern auch noch unterwegs und habe mich mit ein paar anderen Delegierten ausgetauscht. Und die sagten auch, hier ist das beste Niveau von allen Turnieren, die sie so kennen."
Dennoch reist der HC Eynatten-Raeren nicht nur als Außenseiter nach Schweden. Vor zwei Jahren gewann eine Mannschaft des Vereins sogar den Partille Cup in ihrer Altersklasse. Ein Erfolg, der bis heute nachwirkt.
"Also wir haben das immer mal Plick-Plock geschafft. Aber das ist jedes Mal außergewöhnlich. Also wenn man das hier schafft, das ist eine Erinnerung fürs Leben. Nicht nur für die Spieler und Spielerinnen, die das schaffen, sondern auch für alle, die dabei waren. Also es ist schon Wahnsinn."
Auch in diesem Jahr sorgt eine Mannschaft aus Eynatten für Aufsehen: Die Mädchen der Altersklasse G16 sind bislang ungeschlagen. Vier Siege und ein Unentschieden stehen nach der Vorrunde zu Buche. Spielerin Lina Maus zeigt sich zufrieden mit den bisherigen Auftritten.
"Also ich fand, die Spiele waren auf jeden Fall jetzt nicht ohne. Aber ich fand, dass sie jetzt nicht so schwer zu spielen waren, wie gedacht. Weil ich finde, so die letzten Jahre hatten wir es schon schwerer. Wir wollen auf jeden Fall gewinnen, auf jeden Fall so hochkommen, wie wir können."
Doch bei aller sportlichen Ambition steht für die Jugendlichen noch etwas anderes im Vordergrund: die gemeinsame Zeit mit dem Verein, neue Begegnungen und internationale Erfahrungen.
"Erstmal, dass man hier mit seinen Freunden ist, also mit dem ganzen Verein. Und man hat halt total viel Spaß hier und man lernt andere Länder kennen. Man trifft auf neue Leute. Ist eigentlich so ein schönes Ding."
Nach zwei Siegen im Zweiunddreißigstel- und Sechzehntelfinale am Freitagnachmittag war für die G16 erst im Achtelfinale Schluss.
Olivier Krickel



























