Nationaltrainer Rudi Garcia kann dabei personell aus dem Vollen schöpfen. Alle mitgereisten Spieler sind einsatzbereit, darunter auch Zeno Debast, der rechtzeitig fit geworden ist. Offen bleibt allerdings, mit welcher taktischen Ausrichtung Belgien ins Spiel geht. Denkbar wäre eine Dreierkette, wie sie zuletzt im Testspiel gegen Kroatien zum Einsatz kam, um den körperlich starken und zweikampfstarken Senegalesen besser begegnen zu können.
Garcia warnt ausdrücklich vor den Qualitäten des afrikanischen Teams. Senegal verfüge über enorme Athletik, hohes Tempo und große internationale Erfahrung. Auch Romelu Lukaku zollt dem Gegner großen Respekt. Der Rekordtorschütze der Roten Teufel ist überzeugt, dass Senegal auch in einer europäischen Qualifikationsgruppe regelmäßig um die Spitzenplätze mitspielen würde.
Für zusätzliche Brisanz sorgt das Trainerduell. Rudi Garcia und Senegals Nationaltrainer Pape Thiaw kennen sich noch aus gemeinsamen Zeiten bei AS Saint-Étienne. Entsprechend groß ist der gegenseitige Respekt, beide kennen die Arbeitsweise des jeweils anderen bestens.
Eine klare Favoritenrolle möchte dennoch keiner der beiden Trainer annehmen. Garcia spricht von einem Duell auf Augenhöhe, während Thiaw auf den belgischen Gruppensieg und die bessere Platzierung in der FIFA-Weltrangliste verweist. Auf dem Papier mögen die Roten Teufel leicht im Vorteil sein - auf dem Platz dürfte sich jedoch ein enges, intensives und hart umkämpftes K.-o.-Spiel entwickeln.
Christophe Ramjoie