Mit dem Ergebnis zeigte sich Janssens zufrieden, auch wenn der Sprung ganz nach oben ausblieb. "Ich musste realistisch sein. Wout ist momentan die Nummer eins oder zwei der Welt. Wenn das dein größter Rivale ist, macht es das natürlich nicht einfacher", sagte der Schönberger nach dem Rennen.
Hinzu kam, dass ihm das Streckenprofil nur bedingt entgegenkam. "Fast 3.000 Höhenmeter auf nur 115 Kilometer sind für jemanden wie mich, der gerne auch drückt und nicht nur bergauf fährt, schon eine sehr harte Nummer", erklärte Janssens.
Im Kampf um Rang zwei spielte der Ostbelgier aber seine Stärken aus. Rund 20 Kilometer vor dem Ziel setzte er sich von Simon Grégoire ab. "Ich wusste, dass es am Berg schwierig werden würde. Technisch war ich aber etwas überlegen und konnte mich mit einem kleinen Angriff lösen", sagte Janssens, der den Heimvorteil in Malmedy zu nutzen wusste.
Gerade die Kenntnis des Untergrunds und der Trails habe ihm geholfen. "Man weiß, was Grip hat und was eher nicht. Das war auf jeden Fall ein Vorteil", so Janssens. Auch die Unterstützung entlang der Strecke habe eine Rolle gespielt.
Trotz seines Erfolgs im Mountainbike-Marathon sieht sich Janssens inzwischen auch stark im Gravel-Bereich. "Ich mag mittlerweile eher die schnelleren Rennen, auch im Gravel. Mountainbike hilft mir aber, technisch sicher zu bleiben", sagte er.
Radio-Interview mit Arne Janssens im Player:
Christophe Ramjoie