In einer Sendung des französischen Sportsenders L’Équipe äußerte Moderatorin France Pierron daraufhin Unverständnis. Sie stellte infrage, ob ein Spieler wegen der Geburt seines Kindes ein Turnier verlassen sollte, und relativierte dabei die Rolle des Vaters in dieser Situation.
Diese Aussagen stießen jedoch auf deutlichen Widerspruch - sowohl im Studio als auch in den sozialen Netzwerken. Ex-Boxer Brahim Asloum widersprach unmittelbar und betonte, die Geburt eines Kindes sei ein einmaliger, unwiederbringlicher Moment. Zudem sei die Anwesenheit des Partners für die Mutter in einer körperlich und emotional belastenden Situation von großer Bedeutung.
Auch Hendrik Van Crombrugge äußerte sich auf Instagram kritisch. "Ich finde es krass, dass man so etwas überhaupt sagt. Eigentlich sollte das heute keine Diskussion mehr sein. Eine WM kommt wieder, die Geburt eines Kindes nicht. Die Familie sollte immer an erster Stelle stehen", schrieb der Torhüter.
Auch in sozialen Netzwerken wurde die Haltung der Moderatorin vielfach kritisiert. Viele Stimmen bezeichneten die Aussagen als unpassend und nicht mehr zeitgemäß und betonten die Bedeutung aktiver Vaterschaft im Profisport.
Unabhängig von der Debatte wird Doku den belgischen Nationalteam kurzfristig krankheitsbedingt fehlen.
Christophe Ramjoie