Nach dem 1:1 der Roten Teufel gegen Ägypten analysierte Mario Kohnen, Profi-Trainer beim RSC Charleroi, die Leistung der belgischen Nationalmannschaft kritisch. Aus seiner Sicht agierte Belgien über weite Strecken zu passiv und zeigte zu wenig Bewegung. Zudem schlichen sich viele technische Fehler, Fehlpässe und Ungenauigkeiten ins Spiel ein, insbesondere im Spielaufbau und bei den Übergängen nach vorne. Dadurch fehlte es der Mannschaft an Durchschlagskraft und gefährlichen Aktionen im letzten Drittel.
Für ein Auftaktspiel hätte Kohnen insgesamt mehr Euphorie, Dynamik und Entschlossenheit erwartet. Gleichzeitig lobte er den Gegner, der kompakt verteidigte, diszipliniert auftrat und seine Umschaltmomente gut ausspielte. Die Führung zur Pause der Nordafrikaner sei deshalb nicht unverdient gewesen.
Den Ausgleich führte Kohnen vor allem auf eine veränderte Herangehensweise der Belgier zurück. Erstmals sei es gelungen, den Strafraum mit der nötigen Aggressivität zu attackieren und mehr Präsenz in den entscheidenden Zonen zu zeigen. Genau diese Konsequenz und Entschlossenheit habe er zuvor vermisst. Letztlich sei es diese aktivere Spielweise gewesen, die Belgien den verdienten Ausgleich ermöglichte.
Christophe Ramjoie