Die Entstehungsgeschichte des Klubs hängt eng mit den Entwicklungen beim KTTC Recht-St. Vith zusammen. "Es gab mit einigen Spielern und dem Vorstand gewisse Unstimmigkeiten. Das ist, denke ich, ein offenes Geheimnis", erklärt Felten, ohne dabei näher ins Detail gehen zu wollen.
Aus dieser Situation heraus habe sich zunächst eine Trainingsgruppe in St. Vith gebildet. "Viele Spieler kommen aus dieser Ecke, und nach und nach entstand der Wunsch, auch wieder wettbewerbsmäßig aktiv zu sein."
Aus der lockeren Trainingsgemeinschaft wurde schließlich ein eigenständiger Verein. Bereits zur Premierensaison planen die Eifeler Tischtennisfreunde mit zwei Mannschaften in der P6 an den Start zu gehen. Rund 20 Spielerinnen und Spieler sollen dem neuen Klub angehören - eine bemerkenswerte Zahl für ein Projekt, das erst vor kurzer Zeit ins Leben gerufen wurde.
Felten sieht die Gründe für den schnellen Zulauf in mehreren Faktoren: "Es ist eine Mischung aus beidem. Einige Spieler kommen zwar aus Recht, aber es sind auch viele dabei, die lange Jahre gar nicht mehr gespielt haben."
Vor allem persönliche Kontakte hätten dazu geführt, dass ehemalige Akteure wieder zum Schläger griffen. "Der eine oder andere hat gesagt: 'Ich hole die Kelle noch mal raus und schaue, ob es noch Spaß macht'", weiß Felten zu berichten.
Dabei sei die eigentliche Trainingsgruppe sogar noch größer als der feste Vereinskern. Entscheidend sei aber, dass die Mitglieder den neuen Klub aktiv mitgestalten möchten. Die Heimspiele werden künftig in St. Vith ausgetragen.
Sportlich wollen sich die Eifeler Tischtennisfreunde nicht lange mit der sechsten Provinzklasse zufriedengeben. Zwar betont Felten, dass einige erfahrene Spieler bewusst nicht jede Partie bestreiten werden, um die Mannschaften sportlich ausgewogen aufzustellen. Dennoch formuliert er klare Ziele: "Mit mindestens einer Mannschaft wollen wir direkt aufsteigen. Das muss das Ziel sein."
Langfristig sieht Felten den Verein deutlich höherklassig. "Wir möchten mittelfristig in Richtung P4 oder P3 gehen - je nachdem, welche Spieler wir dann haben." Vor allem routinierte Akteure, die aktuell bewusst tiefer einsteigen, sollen möglichst schnell wieder auf einem höheren Niveau spielen können. "Da macht es dann natürlich auch noch mehr Spaß", sagt Felten mit einem Schmunzeln.
Radio-Interview mit Marco Felten im Player:
Christophe Ramjoie
Ich wünsche euch viel Erfolg, Teamgeist und Freude im neuen Verein.