Die Entscheidung zum Karriereende sei ihm nicht leicht gefallen. "Es war schon eine schwierige Entscheidung, die ich natürlich nicht von heute auf morgen getroffen habe", erklärte Denert rückblickend. Bereits in den vergangenen Jahren habe er immer wieder darüber nachgedacht, seine Laufbahn zu beenden. Dennoch habe er "trotz der Knieprobleme immer gekämpft und versucht, das Bestmögliche noch rauszuholen".
Zuletzt stand der Eupener beim BTB Aachen unter Vertrag, wo er parallel auch als Trainer tätig war. Die Doppelbelastung habe letztlich den Ausschlag gegeben. "Die Belastung war einfach viel zu hoch, sodass ich gesagt habe, dass nach der Saison erst mal Schluss ist", so Denert.
In seiner Karriere sammelte Denert zahlreiche Erfolge. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm die Titelgewinne mit Bocholt sowie der Aufstieg mit Eupen in die Bene-League. "Rückblickend war das größte Highlight für mich mit Sicherheit nach meiner Verletzung der Aufstieg in die Bene-League mit Eupen", sagte er. Auch das spätere Pokalfinale mit seinem Heimatverein zählt für ihn zu den emotionalsten Momenten seiner Laufbahn.
Seine sportlichen Wurzeln liegen in Eupen, wo der Name Denert längst eng mit dem Handball verbunden ist. Auch sein jüngerer Bruder ist weiterhin aktiv. Dass seine Karriere nun nicht bei der KTSV Eupen endet, bezeichnet Denert durchaus als "Wermutstropfen". Dennoch blickt er nach vorne: Seine Zukunft sieht er weiterhin im Handball - diesmal an der Seitenlinie.
"Mein Fokus liegt jetzt erst mal auf der Trainerkarriere", betont der ehemalige Nationalspieler. Eine Rückkehr nach Eupen als Trainer schließt er dabei nicht aus. Besonders die Entwicklung junger Talente liegt ihm am Herzen. Hoffnung setzt Denert dabei auch in die neue Handballakademie in Eupen. "Es gibt auf jeden Fall genügend Talente hier, die noch ganz weit nach oben kommen könnten", zeigte er sich optimistisch.
Ausführliches Radio-Interview mit David Denert im Player:
Christophe Ramjoie