Nachdem die erfolgreiche Veranstaltung über Jahre hinweg in Eupen stattfand, wurde das Turnier dieses Jahr in Kelmis ausgetragen. Zur Jubiläumsausgabe gab es rund 600 Kämpfe in den verschiedenen Alters- und Gewichtsklassen zu bestaunen.
Den Anfang machten die Jüngsten bereits am Samstagvormittag. Doch nicht nur Sportler waren beim Turnier vor Ort. "Es sind ganz viele Leute hier, aber nicht nur Ringer. Auch viele Fans und viele junge Leute aus Kelmis sind heute hier. Ringen wird in Ostbelgien populär und das war unser Ziel“, erklärt Organisator Issa Gamboulatov.
Seit der coronabedingten Unterbrechung ist das Turnier stetig gewachsen. So stark, das erneut mehreren Kämpfern abgesagt werden musste. "Es ist ja das Jubiläum, die zehnte Ausgabe und besonders nach dem Tod von Buvaisar Saitiev sind viele Leute gekommen und wollten mehr solche Turniere. Daher mussten wir rund 170 Ringern absagen, aber damit haben wir gerechnet", berichtet Gamboulatov.
Trotz der vielen Absagen stehen Klubs aus 17 Ländern am Samstag auf der Matte. Ringer aus Frankreich, Spanien, Polen, aber auch aus Georgien, Ägypten und sogar Vietnam treten in fairen Kämpfen gegeneinander an.
Extra-Motivation ist dabei die Prominenz in der Kelmiser Sporthalle. Die ehemaligen Olympiasieger Alexander Leipold und David Musulbes sind hier nur einige Beispiele. Auch aktive Prominenz aus der Welt des Ringes war dabei, wie der deutsche Freistilringer Erik Thiele, der 2024 für Deutschland bei den Olympischen Spielen in Paris dabei war.
Bis die ostbelgischen Ringer es zu den Olympischen Spielen schaffen, dauert es noch etwas. Doch auch hier hat Gamboulatov zwei besonders heiße Kandidaten: "Wir haben zwei Ringer aus Kelmis, einmal Mikail Moukaliev von Sparta Kelmis und Baitazaev Mansur, beide sehr talentiert."
Radio-Interview mit Organisator Issa Gamboulatov und Ringer Hizir Ozdoev im Player:
Paul Schmitz

