Am zweiten Tag des Triptyque Ardennais stand für die Fahrer eine bekanntere Route auf dem Programm, denn schon im letzten Jahr waren die Fahrer in Kelmis angekommen. Im Vergleich zum Vorjahr war jedoch eine Steigung in der lokalen Runde gestrichen worden.
Diese Änderung nutzten der Ostbelgier William Graff und sein Team Color Code Alu Tech, um das Tempo ab Kilometer 70 zu erhöhen. Nach mehreren Anläufen setzte sich eine Gruppe ab, die bei der letzten lokalen Runde rund 50 Sekunden Vorsprung hatte. Ihnen gelang es bis zur Flamme Rouge zusammenzubleiben und den Sieg unter sich auszumachen. Im Sprint setzte sich Matteo Melotte vom Team Color Code-Alu Center durch.
Melotte hatte am Tag zuvor jedoch zu viel Zeit verloren, um ebenfalls das Gesamtklassement zu übernehmen. Das gelbe Trikot übernahm daher Thijs van Looveren vom Team DL Chemicals – Experza Cycling Team.
Nach dem Sieg zeigte sich Graff, der auf Platz 44 fuhr, zufrieden, gleichwohl er einen schwierigen Start in die Saison hatte: "Die Etappe zu gewinnen ist richtig cool, denn bis jetzt ist die Saison nicht so gut fürs Team verlaufen. Wir hatten zwar einige gute Leistungen von einzelnen Fahrern, aber das Management war nicht so froh mit der Leistung bis jetzt.“
Graff kehrt nach einer Operation an der Illiac-Arterie ins Peloton zurück und bestreitet erst sein zweites Rennwochenende. Sein Eingreifen in das Renngeschehen ist daher limitierter, vor allem geht es ihm darum, seine "Beine wieder zurückzubekommen". Doch das besondere am Triptyque bleibt die Nähe zur Heimat: "Es ist schon cool hier zu fahren. Ich habe meinen Namen oft gehört und kannte auch die Strecke besser. Das hatte schon seine Vorteile."
Am Sonntag findet die letzte Etappe des Radrennens statt. Sie führt über 161 Kilometer vom Shopping Center Massen im luxemburgischen Wemperhardt nach Vielsalm.
Radio-Interview mit William Graff im Player:
Paul Schmitz