Fußball-Nationaltrainer Rudi Garcia hat das Aufgebot der Roten Teufel für die Weltmeisterschaft bekannt gegeben. Die Liste umfasst drei Torhüter, neun Verteidiger, sechs Mittelfeldspieler und acht Stürmer.
Matias Fernandez-Pardo, der auch über die spanische Staatsbürgerschaft verfügt, steht erstmals im Kader. Er hatte erst kürzlich seinen endgültigen Entschluss gefasst, für Belgien und nicht für Spanien spielen zu wollen.
Mit Matz Sels und Loïs Openda fehlen zwei namhafte Spieler im Aufgebot. Auch Nathan De Cat und Mika Godts, denen Chancen eingeräumt wurden, zur WM zu fahren, fanden von Garcia ebenfalls keine Berücksichtigung.
Im Tor baut Garcia auf Thibaut Courtois, der vor seiner vierten WM-Teilnahme steht. Als Ersatz stehen Senne Lammens und Mike Penders bereit. Dass der 20-jährige Penders anstatt des erfahrenen Matz Sels berufen wurde, gilt als Überraschung. Schließlich hatte Sels in der Qualifikation dreimal in der Anfangself gestanden.
In der Abwehr verzichtete Garcia auf Überraschungen, auch im Mittelfeld und im Angriff setzt der Nationaltrainer weitgehend auf bewährte Kräfte. "Die sportliche Leistung in der Nationalmannschaft ist das Wichtigste - aber auch die Leistung im Verein", erklärte Garcia seine Auswahlkriterien. Und auch das Gleichgewicht innerhalb der Mannschaft zwischen Erfahrung und Jugend sei ihm wichtig, sagte er.
Die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko beginnt am 11. Juni, die Roten Teufel bestreiten ihr erstes Turnierspiel vier Tage später in Seattle gegen Ägypten. Sollte sich ein Spieler verletzen, kann Garcia bis zu 24 Stunden vor dem Auftakt gegen Ägypten einen Spieler nachnominieren. Torhüter können ohne zeitliche Frist nachträglich berufen werden.
WM-Aufgebot der Roten Teufel
Tor: Thibaut Courtois, Senne Lammens, Mike Penders
Abwehr: Tim Castagne, Maxim De Cuyper, Thomas Meunier, Arthur Theate, Zeno Debast, Nathan Ngoy, Koni De Winter, Brandon Mechele, Joaquin Seys
Mittelfeld: Youri Tielemans, Amadou Onana, Nicolas Raskin, Hans Vanaken, Kevin De Bruyne, Axel Witsel
Sturm: Leandro Trossard, Jérémy Doku, Alexis Saelemaekers, Dodi Lukebakio, Charles De Ketelaere, Romelu Lukaku, Diego Moreira, Matias Fernandez-Pardo
rtbf/belga/moko