Gegen die bislang sieglose Mannschaft aus Houten taten sich die Eupener Handballer zunächst schwer. In den ersten beiden Dritteln der ersten Halbzeit schafften es die Eupener nicht, sich entscheidend abzusetzen – und das gegen eine Mannschaft, die in der regulären Saison lediglich zwei Punkte geholt hatte. Erst ab der 20. Minute wurde es deutlicher. Zur Pause erhöhte Lou Peeters auf 17:12.
In der zweiten Halbzeit kamen die Niederländer zwischenzeitlich wieder bis auf ein Tor an die Gastgeber heran. Eupen ließ sich aber auch im vierten Aufeinandertreffen nicht von den Niederländern bezwingen und setzte sich am Ende mit 33:29 durch. Nun kommt es in der nächsten Woche zum Showdown um den direkten Klassenerhalt mit Houthalen. Die Limburger setzten sich im zweiten Halbfinale der Play-downs gegen die Niederländer von Hellas nach zwei Duellen durch.
Der Sieg gegen Houten war gleichzeitig der letzte Auftritt einiger KTSV-Akteure. Trainer David L'Hoest hatte bereits vor einigen Wochen erfahren, dass die Zusammenarbeit mit der KTSV zum Saisonende endet. Simon Bock kehrt nach nur einem Jahr in Eupen wieder nach Deutschland zurück. Colin Herne wechselt zum Serienkonkurrenten Hubo Handball, während Lou Peters zum HV Aalsmeer in die Niederlande wechselt. Jérôme Majean wird handballerisch erst einmal kürzer treten.
Nächste Woche steigt im niederländischen Geleen das Finale um den Klassenerhalt in der Super Handball League. Der Sieger bleibt auf jeden Fall in der Liga. Auf den Verlierer wartet ein Duell mit dem Meister der 1. Division, dem HC Sprimont. Zudem stellt sich die Frage, ob Houthalen in der kommenden Saison überhaupt in der Super Handball League antreten möchte. Die Limburger kämpfen seit geraumer Zeit mit finanziellen Problemen und ziehen einen Neuanfang in den unteren Amateurklassen in Betracht.
Christophe Ramjoie