Die erste Herrenmannschaft verabschiedete sich am Samstag mit einer Niederlage aus den Play-downs der ersten Division und verpasste damit knapp eine perfekte Abstiegsrunde. Am positiven Gesamtbild ändert das für Schmitz jedoch wenig.
"Ich denke, wir sind sehr zufrieden mit dem, was passiert ist. Wir arbeiten mit jungen Spielern und einem Kader, der aus immer mehr und mehr eigenen Spielern besteht. Das ist auch nicht nur der Wunsch des Vereins, sondern auch des Trainers. Und das bedeutet einfach, dass wir da sehr lange arbeiten müssen, weil der Übergang von der Jugend in den Seniorenhandball ein sehr langwieriger Prozess ist. Das sind zwei Welten, die aufeinanderstoßen."
"Deshalb ist das ein Weg, den wir sehr gut gegangen sind, finde ich. Dieses Spiel war zwar nicht das allerbeste, das stimmt schon. Andererseits gehen wir mit 14 Punkten aus den Play-downs raus. Im Endeffekt sind wir unheimlich zufrieden mit dem Ergebnis, mit der Integration der Jugendarbeit und das spricht, wie gesagt, für den gesamten Verein."
Auch mit der Saison der Damen in der 2. Division zeigt Christian Schmitz sich zufrieden. Vor allem die Rückkehr von Bruno Thevissen zum HCER habe sich positiv bemerkbar gemacht. Thevissen hatte das Traineramt bei den Damen Anfang des Jahres übernommen und angekündigt, als Aushilfe zu fungieren, damit der HC Eynatten-Raeren Zeit hat, einen neuen Trainer zu finden. Christian Schmitz möchte nicht zu viel verraten, doch es werde sich in Zukunft auch bei den Damen einiges tun.
"Also wir sind noch nicht ganz mit den Planungen zu Ende, aber ich denke mal, das wird so ähnlich bleiben, wie es bisher war. Es wird auch hier in der Mannschaft ein paar Umstrukturierungen geben, es wird auch ein paar Abgänge geben von älteren Spielerinnen, was auch schon absehbar war. Wahrscheinlich kommen aber auch ein paar Neuzugänge. Da ist es aber noch zu früh, das ganze Konzept vorzustellen."
Sportlich steht für die nächste Saison zunächst der Klassenerhalt im Fokus. Langfristig soll der Wiederaufstieg in die 1. Division folgen - allerdings mit Bedacht.
"Es geht uns jetzt nicht darum, nächste Woche in die D1 wieder aufzusteigen, sondern es soll gesund passieren mit mental, körperlich und spielerisch starken Spielerinnen, die gut ausgebildet worden sind. Und wenn es nicht dieses Jahr ist, dann ist es in zwei oder drei Jahren. Aber dann wird das eine Mannschaft sein, die sich dann auch in dieser Klasse beweisen und behaupten kann, und die sehr wahrscheinlich für mindestens eine Spielergeneration dort verweilen wird."
Der zentrale Schwerpunkt des Vereins bleibt weiterhin die Nachwuchsarbeit. Insgesamt hat der Verein 15 Jugendmannschaften, deren Spielerinnen und Spieler mit und mit an die Anforderungen der höchsten Mannschaften herangeführt werden sollen. Ein langer Weg, bei dem vor allem die Trainerinnen und Trainer wichtig sind.
"Von unseren über 370 Mitgliedern sind über 200 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Davon sind knapp 130 oder 140 Jungs und und knapp 85 bis 90 Mädchen. Das bedeutet: Da kommt jetzt gerade sehr viel Nachwuchs. Es ist unsere Verantwortung, dass hier jeder Handball spielen darf und soll und andererseits auch, dass die Kinder und Jugendlichen die bestmögliche Ausbildung bekommen."
Dabei soll auch die neue Halle helfen, die in der Nähe der aktuellen Halle geplant ist. Sie wird dem Verein vor allem mehr Planungs- und Trainingsmöglichkeiten geben.
"Anlässlich unseres Sponsorenabends vor einigen Wochen hatten wir auch Besuch vom Gemeinderat und da wurde uns dann auch mitgeteilt, dass die Planungen mittlerweile dahin laufen, dass wir zum 1. August 2028 den Trainingsbetrieb und ab dem 1. September 2028 voraussichtlich den Spielbetrieb in der neuen Halle, die dann eben zwei Plätze haben wird, beginnen können. Wir freuen uns da schon riesig drauf, und auch über diese tolle Unterstützung von der Gemeinde."
Ausführliches Radio-Interview mit Christian Schmitz im Player:
Lindsay Ahn