Für David L'Hoest war die Sache klar: "Ich bin enttäuscht. Da war mehr drin", sagte der KTSV-Trainer, der den Verein am Ende der Saison verlassen wird. 30:33 gegen den HV Aalsmeer, der als frischgebackener niederländischer Pokalsieger nach Eupen gereist war: Es blieb nicht nur bei L'Hoest das Gefühl, dass man dem Favoriten am Stockbergerweg ein Bein hätte stellen können.
Viele technische Fehler beklagte KTSV-Spieler Mikka Förster in seiner Rückschau auf die Begegnung. Die trugen dazu bei, dass die Gäste die Eupener zu Beginn der Partie ein ums andere Mal mit Tempogegenstößen überrumpelten und nach knapp zwölf Minuten mit 7:3 in Führung lagen.
Zwei Zweiminutenstrafen der Niederländer spielten Eupen allerdings im weiteren Verlauf der ersten Hälfte in die Karten. Die KTSV nutzte das gnadenlos aus. Nach 21 Minuten hatte Eupen den Spieß umgedreht und führte mit 11:10. Aalsmeers Trainer bekam daraufhin einen Wutanfall, während auf der Tribüne Hochstimmung herrschte. Die Hausherren boten den Niederländern jetzt selbstbewusst Paroli - kein Vergleich mehr zur Anfangsphase. Diese Feststellung hatte trotz des 14:17-Halbzeitergebnisses aus Eupener Sicht Bestand.
Aalsmeer baute seinen Vorsprung nach der Pause aus. Als seine Mannschaft mit sieben Treffern (20:27) hinten lag, nahm Eupens Trainer David L'Hoest eine Auszeit. Die Ansprache fruchtete, die nächsten drei Tore gingen auf das Konto seiner Jungs. Aber die Niederländer gerieten nicht ins Schwimmen, sondern behielten die Kontrolle - trotz der unverkennbaren Bemühungen der KTSV.
"Aus dem Spiel können wir die Mentalität mitnehmen, bis zum Ende zu kämpfen", so Mikka Förster. "Wir machen in den letzten zwei Minuten noch mal drei Tore. So eine Phase hätten wir natürlich früher gebraucht", fand er.
Angesprochen auf den Rest der laufenden Saison sagte Eupens Trainer: "Das ist ganz einfach: Am Samstag spielen wir in Izegem - eine Mannschaft, für die es um nichts mehr geht. Dann spielen wir die Abstiegsrunde. Wir müssen vier Spiele gewinnen. Wenn wir das schaffen, sind wir am 10. Mai auf der sicheren Seite. Aber wenn wir es nicht schaffen, unser Spielniveau zu steigern, laufen wir Gefahr, uns unnötig in Schwierigkeiten zu bringen", so L'Hoest.
Für den Trainer ist am Saisonende bekanntermaßen bei der KTSV Schluss - aber daran verschwendet er eigener Aussage nach keinen Gedanken. "Ich bin zu einhundert Prozent darauf konzentriert, mit dem Verein den Klassenerhalt zu schaffen", sagt er. "Weiter denke ich nicht", betonte L'Hoest.
Moritz Korff







