Eupen startete ordentlich in die Partie und ging durch Lucie Moors früh in Führung. Defensiv standen die Ostbelgierinnen stabil, offensiv setzten sie zunächst auf eine siebte Feldspielerin – doch das Risiko nutzte Gretarsdottir prompt und traf ins leere Tor.
In der Anfangsphase konnten sich beide Torhüterinnen auszeichnen, vor allem Sint-Truidens Schlussfrau Evens hielt stark. Beckers hielt Eupen per Siebenmeter im Spiel, doch mit zunehmender Dauer setzte sich der Favorit ab. Marteleur traf mehrfach, und Eupen fand aus dem Spiel heraus kaum Lösungen gegen die kompakte Defensive. Ungenaue Pässe führten zudem immer wieder zu einfachen Gegentoren, häufig ins verwaiste Tor. So wuchs der Rückstand bis zur Pause auf 12:17 an.

Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Sint-Truiden den besseren Start und zog zwischenzeitlich auf 12:20 davon. Eupen stemmte sich jedoch dagegen: Muziek parierte mehrfach stark, und die Defensive stand nun stabiler. Vorne blieb die Chancenverwertung aber das große Problem. Zwar verkürzte Nolwen mit einem wuchtigen Rückraumtreffer zwischenzeitlich auf 18:21, doch näher kam Eupen nicht mehr heran. In der Schlussphase kontrollierte Sint-Truiden das Spiel und ließ nichts mehr anbrennen.
Eupen kämpfte bis zum Ende und zeigte vor allem defensiv phasenweise eine starke Leistung, blieb offensiv jedoch zu fehleranfällig.
Beste Werferin war Nolwen Dattolico mit zehn Treffern, während Liese Muziek als beste Spielerin des Spiels ausgezeichnet wurde. Trotz der Niederlage durfte sich die KTSV am Ende für eine engagierte Leistung von ihren Fans feiern lassen.

Sören Sierck