Trainer Bruno Pinheiro stellt sich gegen Club NXT auf eine schwierige Aufgabe ein: "Ich glaube, es wird ein sehr schwieriges Spiel, weil der Gegner viel Qualität mit dem Ball hat. Diese B-Teams haben alle sehr viel individuelle Qualität." Besonders heikel sei, dass beide Mannschaften ähnliche Prinzipien verfolgen: "Wir wollen den Ball haben, sie wollen den Ball haben - das wird für beide kein komfortables Spiel."
Entsprechend klar ist die Zielsetzung: Eupen muss gewinnen, um im Rennen zu bleiben. "Wir müssen gewinnen, um am Ende des Wochenendes weiterhin im Kampf um die Top sechs zu sein", so Pinheiro. Ob die Länderspielpause dabei geholfen hat, sei noch offen: "Theoretisch tut es gut, sich zu erholen und mehr Zeit zu arbeiten. Aber ob es wirklich geholfen hat, werden wir erst nach dem Spiel wissen."
Auch im Lager der Spieler ist die Ausgangslage eindeutig. Torhüter Marco Hiller betont die Bedeutung der kommenden Wochen: "Stimmung ist prinzipiell gut. Jeder weiß, worum es geht. Es sind jetzt wie in den letzten Wochen entscheidende Spiele." Gleichzeitig warnt er davor, Gegner zu unterschätzen: "Wir haben es dieses Jahr schon häufiger gesehen, dass wir gegen vermeintlich schwächere Gegner Punkte liegen gelassen haben. Da musst du mit 100 Prozent rangehen."
Vor allem gegen spielstarke zweite Mannschaften fordert Hiller eine klare Haltung: "Das sind alles gute Kicker. Wenn du die spielen lässt, wird es sehr schwer. Da musst du körperlich ein anderes Niveau haben und ihnen den Spaß am Fußball nehmen."
Trotz wechselhafter Ergebnisse sieht Hiller die Mannschaft weiter im Rennen um die Play-offs: "Es ist bitter, weil man sich oft denkt, dass mehr drin gewesen wäre. Aber die anderen Mannschaften lassen auch Punkte liegen. Deswegen sind wir noch voll dabei." Eupen befinde sich in einer Rolle, die auch Vorteile haben könne: "Wir sind eher in der Lauerstellung. Wir haben vielleicht weniger Druck als die anderen, die mehr zu verlieren haben."
Pinheiro sieht seine Mannschaft ebenfalls konkurrenzfähig, mahnt jedoch zur Konstanz. "Wir sind in jedem Spiel kompetitiv, aber wir müssen unsere Chancen besser nutzen", so der Trainer, der zugleich auf personelle Rückkehrer hoffen darf: "Mehr Spieler verfügbar zu haben macht uns stärker." Nach der zweiwöchigen Pause seien zudem Anpassungen in der Startelf möglich.
Am Ende scheint alles auf einen engen Saisonendspurt hinauszulaufen - mit offenem Ausgang. Eupen braucht Punkte, um bis zum Schluss die Möglichkeit auf die Play-offs zu wahren.
Christophe Ramjoie