Es ist ein Stück weit Alltag für Lara Patzer. Die 23-Jährige begleitet die Eupener Rhönradturnerinnen als Trainerin – auf internationalen Wettbewerben, aber auch beim Heimspiel in Eupen. Hier am Stockbergerweg ist sie daneben Teil des Organisationsteams des Turniers.
Zwei Rollen, viel Stress - und doch hat sie auch Zeit, ihre Schützlinge zu unterstützen. "Das ist aber jetzt sehr viel entspannter, weil ich wirklich nur diesen Trainerjob hatte. Jetzt hoffe ich natürlich immer, dass alles klappt. Passt der Zeitplan? Läuft das alles? Ich habe also noch so ein paar mehr Organisationssachen im Kopf. Aber im Allgemeinen finde ich, dass wir gut in den Tag gestartet sind."
Der Weg hin zu der diesjährigen Ausgabe war für den Eupener Turnverein, Lara, aber auch ihrer Schwester Franka, die in der Jury sitzt, nicht einfach. Vieles musste in einer Arbeitsgruppe neu geplant werden. Ein deutscher Rhönradkollege hat dann eine Website erstellt. Das war hilfreich, um das Turnier auf die Beine stellen zu können. "Dadurch, dass die Rhönradwelt ja recht klein ist, spricht sich das doch recht schnell dann auch über Social Media rum. Und eigentlich sind die, die immer hier sind, auch dieses Jahr wieder hier."
In Zahlen sind das dann knapp 70 Teilnehmer am Samstag und 150 am Sonntag beim "Eupen Pokal". Kurzfristig abmelden musste sich nur das Team Israel – letzte Woche wurden die Flüge gecancelt. Die anderen internationalen Topländer sind daneben aber vertreten und sorgen für beste sportliche Bedingungen.
Die Rhönradturnerinnen der regionalen Leistungsgruppe sind dabei weiterhin auf Augenhöhe mit den internationalen Gästen – das haben sie auch schon in der laufenden Saison bewiesen. "Ich denke, wir haben am Anfang der Saison das große Ziel gehabt, dass sich unsere Mädels für die WM qualifizieren. Das haben wir dann sofort auch in Dänemark geschafft, wo sich die drei belgischen Mädels qualifiziert haben. Dann haben wir noch eine Turnerin, die für die Ukraine starten wird, und eine, die sich im Mai hoffentlich dann bei den deutschen Quali-Wettkämpfen für Deutschland qualifizieren wird."
Lara weiß genau, worauf es ankommt, wenn man im Rhönrad steht – lange Jahre hat sie ja selbst den Sport ausgeübt. "Ich habe ja schon vor zwei Jahren gesagt, dass ich meine aktive Karriere beenden möchte. Das war auch gut überlegt und dementsprechend fühle ich mich jetzt sehr wohl in meiner neuen Rolle." Besonders glücklich ist sie dann, wenn alles perfekt klappt bei ihren Schützlingen – genau so wie bei den Belgian Open.
Robin Emonts



