Die KTSV Eupen stellt die Weichen für die Zukunft: Wie der Club offiziell mitteilt, wird die Zusammenarbeit mit Cheftrainer David L’Hoest nach Abschluss der laufenden Saison beendet. Nach einer gemeinsamen Analyse entschieden sich beide Seiten, die Partnerschaft nach nur einem Jahr nicht fortzuführen.
Über die genauen Hintergründe wurde Stillschweigen vereinbart, mehrere Faktoren sollen jedoch zu diesem Entschluss beigetragen haben. Der Verein bedankt sich ausdrücklich bei L’Hoest für dessen Engagement, insbesondere für die Integration junger Talente in den Kader der ersten Mannschaft sowie seinen Einsatz im Herrenbereich.
Gleichzeitig präsentiert die KTSV bereits den Nachfolger - und der hat einen klangvollen Namen: Thomas Cauwenberghs übernimmt zur kommenden Spielzeit das Traineramt.
Der 1985 in Lüttich geborene ehemalige Nationalspieler zählt zu den profiliertesten belgischen Trainern seiner Generation. In seiner aktiven Laufbahn absolvierte er 73 Länderspiele und war unter anderem für ROC Flémalle, HC Tongeren, Initia Hasselt sowie mehrere französische Clubs wie US Ivry oder Sélestat AHB im Einsatz.
Seine Trainerkarriere begann er 2017, ehe er beim HC Visé BM zunächst als Assistenztrainer (ab 2020) und später als Cheftrainer (ab 2022) große Erfolge feierte. Unter seiner Führung gewann Visé unter anderem die belgische Meisterschaft 2022, den Pokal 2024 sowie die BENE-League 2024 und etablierte sich dauerhaft in der nationalen Spitze.
Nach einem kurzen Engagement als Co-Trainer bei Istres Provence Handball in der französischen Proligue zieht es Cauwenberghs nun zurück in die Heimat. Mit seiner Rückkehr nach Belgien und dem Wechsel zur KTSV Eupen soll ein neues sportliches Kapitel aufgeschlagen werden.
Cauwenberghs gilt als Vertreter moderner Trainingsmethoden, setzt auf analytischen Spielaufbau und hat sich insbesondere in der Entwicklung junger Spieler einen Namen gemacht - Qualitäten, die in Eupen künftig eine zentrale Rolle spielen dürften.
Christophe Ramjoie