Die Red Wolves und Griechenland lieferten sich in der ersten Halbzeit zunächst ein ausgeglichenes Duell. Nach zehn Minuten stand es 6:6, wobei vor allem der Eynattener Raphaël Kötters mit drei Treffern früh Akzente setzte. Auch Danesi, Glorieux und der Eupener Kaj Kriescher trugen sich in die Torschützenliste ein.
Belgien präsentierte sich in der Anfangsphase beweglich und ging zwischenzeitlich sogar mit 6:7 in Führung – nicht zuletzt dank der Rückkehr von Dree Riské, der nach Schulterproblemen sofort frischen Schwung ins Angriffsspiel brachte.
Im weiteren Verlauf blieb die Partie intensiv. Griechenland nutzte jedoch kleine Fehler der Belgier konsequent aus, etwa nach einem Ballverlust von Riské zum 8:7. Torhüter Nick Deekens verhinderte mit starken Paraden zunächst einen größeren Rückstand. Selbst in Unterzahl gelang den Belgiern beim Stand von 10:10 ein wichtiger Treffer.
In den Schlussminuten der ersten Hälfte entglitt den Roten Wölfen jedoch das Spiel. Die körperlich robusteren Griechen übernahmen zunehmend die Kontrolle und waren vor allem aus der Distanz erfolgreich. Belgien fand offensiv kaum noch Lösungen – einzig Kreisläufer Vancosen konnte dagegenhalten. So ging es mit einem 13:16-Rückstand in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel meldeten sich die Belgier eindrucksvoll zurück: Drei Treffer in Serie durch Kötters brachten die Red Wolves schnell wieder ins Spiel. Dennoch gelang es ihnen nicht, sich entscheidend abzusetzen. Im Gegenteil: In der 45. Minute brachte Papavasilis die Gastgeber erneut in Führung, die Kötters jedoch umgehend egalisierte.
In der Schlussphase profitierten die Griechen von mehreren Fehlwürfen der Belgier und konnten sich rund neun Minuten vor dem Ende wieder leicht absetzen. Mit seinem 13. Treffer verkürzte Kötters zwar noch einmal auf 24:25, doch die Hausherren hatten die passende Antwort parat und bauten ihren Vorsprung erneut aus.
Eine Zeitstrafe gegen Yves Vancosen schwächte Belgien zusätzlich entscheidend – Griechenland nutzte die Überzahl eiskalt zum 28:24. Zwar spielten die Griechen kurz darauf selbst in Unterzahl, konnten den Vorsprung jedoch souverän verwalten. Am Ende mussten sich die Red Wolves mit 26:29 geschlagen geben.
Bereits am Samstag kommt es in Hasselt zum Rückspiel. Anwurf ist um 18 Uhr. Der Sieger aus Hin- und Rückspiel trifft in der dritten und letzten WM-Qualifikationsrunde auf die Niederlande.
Christophe Ramjoie