Das Basketball-Ostbelgien-Derby in der 3. Provinzklasse zwischen BC St. Vith und BBC Eupen hat nachträglich noch eine unerwartete Wendung genommen: Obwohl St. Vith die Partie sportlich klar für sich entscheiden konnte, wurde das Spiel im Nachhinein am grünen Tisch mit 0:20 gegen die Gastgeber gewertet.
Grund für diese Entscheidung ist ein Formfehler. Die Eupener hatten Einspruch eingelegt, weil die St. Vither offenbar einen minderjährigen Delegierten eingesetzt hatten. Laut Reglement des Provinzialkomitees der Basketball-Provinz Lüttich wird ein solcher Verstoß beim ersten Mal mit einer Geldstrafe geahndet. Bei einer Wiederholung sieht das Regelwerk jedoch eine Spielwertung von 0:20 vor. Da es sich laut Komitee nicht um den ersten Vorfall dieser Art gehandelt haben soll, wurde das Derby entsprechend zugunsten der Eupener gewertet.
Bei den St. Vithern sorgt die Entscheidung für Unverständnis und Enttäuschung - insbesondere über das Vorgehen des Gegners. Aus Sicht des Vereins hatte der eingesetzte Delegierte keinerlei Einfluss auf das Spielgeschehen, das die Gastgeber auf dem Feld klar für sich entschieden hatten.
Der BC St. Vith kündigte daher an, sportrechtlich gegen die Entscheidung vorzugehen und den Fall überprüfen zu lassen. Damit dürfte das Nachspiel des Ostbelgien-Derbys nun vor den zuständigen Gremien des Verbandes weitergehen.
Radio-Interview mit Achim Kreins vom BC St. Vith:
Christophe Ramjoie