Die Eupener erwischten gegen den HC Bevo aus den Niederlanden einen Traumstart. Nach sechs Minuten führten die Ostbelgier bereits mit 5:1. Der Tabellensechste der Super Handball League leistete sich im Spielaufbau mehrere einfache Fehler, die die Gastgeber konsequent ausnutzten. Auch Eupens Schlussmann Youri Denert brachte die Niederländer mit starken Paraden früh zur Verzweiflung.
Doch mit zunehmender Spieldauer fanden die Gäste immer besser in die Partie. Mitte der ersten Halbzeit gelang ihnen der Ausgleich zum 8:8, ehe sie in der 17. Minute erstmals selbst in Führung gingen. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch.
In der 22. Minute setzten die Eupener dann wieder ein Ausrufezeichen: Simon Bock traf zum 13:11, kurz darauf erhöhte Luka Lanchava auf 14:11. Doch erneut gelang es den Gastgebern nicht, den Vorsprung zu verteidigen.
Die Niederländer kämpften sich zurück und drehten das Spiel noch vor der Pause. Zwar gelang Thomas Mormont 20 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff der Treffer zum 16:16, doch in den letzten Sekunden schlug Bevo noch einmal zu und ging mit einer knappen 17:16-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel erwischten diesmal die Gäste den besseren Start. Innerhalb weniger Minuten bauten die Niederländer ihren Vorsprung weiter aus und zogen auf fünf Tore davon (18:23). KTSV-Coach David L'Hoest reagierte mit einer Auszeit, doch die erhoffte Wende blieb aus.
Die Fehlerquote auf Eupener Seite blieb hoch und der HC Bevo nutzte dies weiterhin konsequent aus. In der 38. Minute lagen die Ostbelgier bereits mit 18:25 zurück.
Spätestens eine Viertelstunde vor dem Ende war die Partie entschieden. Beim Stand von 21:30 war der Rückstand für Eupen zu groß, um noch einmal zurückzukommen. Am Ende mussten die Ostbelgier die nächste deutliche Niederlage hinnehmen. 30:39 war der Endstand.
Drei Spieltage bleiben noch in der Super Handball League. Es droht erneut die Abstiegsrunde für die KTSV Eupen.
Denert will die spielfreie Woche nutzen
KTSV-Torhüter Youri Denert zeigte sich nach der deutlichen Niederlage enttäuscht, verwies aber auf den starken Beginn seiner Mannschaft. Eupen habe in den ersten 15 Minuten stabil verteidigt und seine Chancen genutzt, danach aber durch viele technische Fehler im Angriff den Gegner ins Spiel gebracht. Dadurch habe Bevo seinen schnellen Handball aufziehen und sich entscheidend absetzen können.
Für Denert bleibt das Ziel dennoch klar: Eupen will den zehnten Tabellenplatz halten und möglichst früh sichern. Die spielfreie Woche soll nun genutzt werden, um sich gut auf die letzten Spiele vorzubereiten und noch wichtige Punkte zu holen.
Christophe Ramjoie