Für den veranstaltenden TV Raeren war der Wettkampf in mehrfacher Hinsicht eine Premiere: Zum ersten Mal wurde auf der neuen Tumbling-Bahn des Vereins geturnt, zudem kam erstmals eine elektronische Wertung zum Einsatz.
Die Teilnehmer traten in mehreren Alters- und Leistungsklassen an. In der höchsten Kategorie, der 1. Division der Senioren, stellten sich zwölf Turner der Konkurrenz. Die Meisterschaft bot dabei nicht nur die Gelegenheit, die besten Tumbling-Turner Ostbelgiens zu ermitteln, sondern diente auch als Qualifikationswettkampf für die belgische Landesmeisterschaft. Dafür mussten die Athleten eine festgelegte Mindestpunktzahl erreichen.
VDT-Technikkoordinatorin Tanja Maus zeigte sich mit der Beteiligung zufrieden. "Mit 88 Startern sind wir auf jeden Fall sehr zufrieden", erklärte sie. Auch das sportliche Niveau sei hoch gewesen. Besonders in der höchsten Kategorie seien spektakuläre Übungen zu sehen gewesen. Unter anderem ging dort Seniorenturner Noah Emonts an den Start.
Tumbling wird in Ostbelgien von mehreren Vereinen angeboten. Neben dem TV Raeren engagieren sich auch der TV Kelmis, der TSV Heppenbach, die TSG Amel sowie der TV Nidrum in dieser Disziplin. Die neue Akrobahn in Raeren biete den Turnern zusätzliche Möglichkeiten, schwierigere Elemente zu trainieren und im Wettkampf zu zeigen, so Maus.
Die Qualifikationsnormen für die belgische Meisterschaft werden landesweit festgelegt – sowohl vom frankophonen Turnverband FFG als auch vom gesamtbelgischen Verband Gymfed. Während in der Wallonie nur wenige Vereine regelmäßig im Tumbling antreten, gilt Flandern als besonders stark in dieser Disziplin.
Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen schwankt laut Maus von Jahr zu Jahr. "Das hängt oft auch von den Jahrgängen ab – manche sind stärker, andere schwächer. Vielleicht liegt es auch daran, dass sich neue Vereine stärker im Tumbling engagieren", so die Technikkoordinatorin.
Radio-Interview mit Tanja Maus im Player:
Christophe Ramjoie


