Vor dem wichtigen Duell mit dem punktgleichen Tabellennachbarn Jong KAA Gent richtet Trainer Bruno Pinheiro den Blick mit der AS Eupen klar nach vorne. In der entscheidenden Phase der Saison in der Challenger Pro League wollen die Ostbelgier weiter im Rennen um die Playoff-Plätze bleiben.
Aktuell trennen Eupen sieben Punkte vom sechsten Tabellenplatz - bei noch sieben ausstehenden Spielen, eines mehr als die direkten Konkurrenten. Entsprechend wichtig ist für Pinheiro jeder Punktgewinn. Der Trainer erinnerte daran, dass mehrere Konkurrenten zuletzt Punkte liegen gelassen hätten und sich die Teams im Saisonendspurt noch gegenseitig Punkte abnehmen werden. Voraussetzung sei jedoch, dass seine Mannschaft selbst ihre Aufgaben erledigt.
Mit Jong Gent wartet allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe. Pinheiro warnte davor, die Nachwuchsteams der großen Clubs zu unterschätzen. Diese Mannschaften seien technisch stark, hätten viel Ballbesitz und verfügten über zahlreiche individuell starke Spieler. "Das sind sehr komplizierte Spiele", betonte der Portugiese und verwies darauf, dass viele Teams der Liga regelmäßig gegen U23-Mannschaften Punkte verlieren.
Trotz des zuletzt frustrierenden Remis bei RWDM, bei dem Eupen kurz vor Schluss den Sieg aus der Hand gab, sieht der Trainer seine Mannschaft auf einem guten Weg. In vielen Partien sei man mindestens auf Augenhöhe gewesen oder sogar besser als der Gegner. "Wir müssen wieder das zeigen, was wir zuletzt gemacht haben - nur mit einem anderen Ergebnis", erklärte Pinheiro. Sein Wunsch für das Spiel gegen Jong Gent sei klar: Eupen soll erneut die bessere Mannschaft sein - und sich diesmal auch mit einem Sieg belohnen.
Personell ist die Situation angespannt. Es fehlen unter anderem Yoram Zague, Nicolas Gavory, Lorenzo Youndje, Gaëtan Hendrickx und Logan Delaurier-Chaubet. Für Pinheiro ist das jedoch keine Ausrede. Vielmehr sieht er darin auch eine Chance für andere Spieler, sich zu zeigen. "Wer im Kader steht, hat Qualität. Es sind immer elf gegen elf", betonte der Eupener Coach.
Christophe Ramjoie