Bei der KTSV Eupen fehlten mit Mika Förster und Sidney Hartel zwei Akteure krankheitsbedingt. Jérôme Majean blickt derzeit Vaterfreuden entgegen. Luka Lanchava war aus beruflichen Gründen verhindert. Zudem war Schlussmann Youri Denert nach der Gehirnerschütterung, die er sich am vergangenen Wochenende im Spiel gegen Bocholt nach einem Wurf ins Gesicht zugezogen hatte, keine echte Option für KTSV-Trainer David L'Hoest.
Der Kader der KTSV wurde daher mit drei Nachwuchsakteuren aufgestockt. Doch auch bei den Hausherren fehlten einige Leistungsträger verletzungsbedingt.
Die Hausherren, bei denen im Vergleich zur Hinspielniederlage vor wenigen Wochen wieder zwei Stammspieler mehr zur Verfügung standen, erwischten gegen die Ostbelgier den besseren Start und übernahmen das Kommando. Eupen blieb zwar in Reichweite, konnte Visé jedoch nicht wirklich in Bedrängnis bringen. Nach rund zwanzig Minuten lag Eupen nur mit zwei Treffern zurück (13:11). Zur Pause wurde der Rückstand deutlicher: Die Hausherren führten mit fünf Treffern (21:16).
Nach dem Seitenwechsel setzte sich die Überlegenheit von Visé fort. Das schönste Tor des Spiels erzielten jedoch die Eupener: In der 43. Minute schloss Simon Bock einen Kempa-Trick erfolgreich ab. Selbst in Überzahl gelang es der KTSV nicht, das Spiel noch einmal offener zu gestalten.
Zum Ende hin wurde es deutlich. KTSV-Trainer L'Hoest nutzte die letzten Minuten, um die Nachwuchsakteure Super-Handball-League-Luft schnuppern zu lassen. Auch die Nachwuchshandballer trugen sich noch in die Torschützenliste ein. Der Ausgang der Partie war aber ohnehin längst klar. Mit 39:28 gelang Visé eine deutliche Revanche für die Hinspielniederlage.
Nach der deutlichen Niederlage der KTSV beim HC Visé erklärte Torsteher Max Schunck, dass der frühe Rückstand sein Team vor Schwierigkeiten gestellt habe. Trotz Ersatzproblemen hätte man das Spiel früh aus der Hand gegeben, da die 3-3-Abwehr nicht funktionierte und Visé taktisch besser vorbereitet gewesen sei.
Schunck betonte, dass die Mannschaft jetzt auf das nächste Spiel gegen Hubo am Samstag schaue, denn nur mit einem Sieg bleibe der zehnte Platz erreichbar. In den nächsten fünf Spielen, so Schunck, müssten die Eupener zwei bis drei Siege einfahren, um den Klassenerhalt zu schaffen, während die Konkurrenz ein leichteres Restprogramm habe.
Christophe Ramjoie